Lautstarke Klangspuren im Zeichen von Covid und Klima

54 Kinder und Jugendliche waren auch bei der 13. Auflage von „Lautstark“ in der Musizier- und Komponierwerkstatt in Imsterberg wieder kreativ.

Die Abschlussveranstaltung am Sonntag fand – anders als sonst – im Freien statt.
© Klangspuren Lautstark

Imsterberg – Auch wenn Corona die 13. Auflage der Musizier- und Komponierwerkstatt überschattete, sprühten auch heuer wieder die Idee­n und Kreativität bei den „Klangspure­n/Lautstark“ in Imsterberg. 54 Kinder und Jugendliche wurden aus den zahlreichen Anmeldungen ausgewählt und fanden sich vergangene Woche im Oberinntal ein, um sich gemeinsam musikalisch weiterzuentwickel­n. Anders als in vorhergehenden Jahren gab es auf Grund von Corona am Sonntag kein öffentliches Abschlusskonzert im Gemeindesaal. Die Lautstark-Teilnehmer präsentierten in kleinen Gruppen an verschiedenen Klangstationen in Imsterberg ihre Kompositionen.

„Letztendlich waren wir sehr froh, dass Lautstark auch in diesem besonderen Jahr stattfinden konnte“, sagt Angelika Schopper, geschäftsführende Obfrau von Klangspuren Schwaz. Gemeinsam mit der Komponistin und Musikvermittlerin Cathy Milliken und einem ausgewählten Dozenten-Team tauchten die jungen Teilnehmer unter dem diesjährigen Mott­o „Ein Lied für die Erde“ in ein neuntägiges Abenteuer rund um neue Musik und neue Klänge ein. „Wir haben in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die Natur und den Klimawandel gelegt und Ludwig van Beethovens 6. Symphonie als Referenzkomposition verwendet, um unsere eigene Ode an die Natur zu gestalten“, erläutert Milliken. Um ortstechnisch flexibler zu sein, wurde auch der Fokus auf Improvisation verstärkt. „Und in Anbetracht des Bedarfs an frischer Luft sangen und musizierten wir viel im Freien.“

Die jungen Teilnehmer selbst erforschten in diesen Tagen, was die Erde zu erzählen hat: Sie belauschten die Natur und fragten sich, wie es wohl klingt, wenn sich im Winter Kristalle bilden, wenn Blätter im Wind rauschen oder ein Gewitter aufzieht. Aber vor allem fragten sie sich: Was würde die Erde darüber sagen, wie wir alle damit umgehen? Andreas Peter, 18 Jahre und seit elf Jahren Teilnehmer von Lautstark: „In unserer Kompositionsgruppe haben wir einen Rap komponiert, in dem wir den Klimawandel und die Untätigkeit der Politik anprangern.“

Auch wenn heuer ander­e Regeln als gewohnt galten, war die Familiarität wie immer dieselbe geblieben. Das drückte sich auch am Sonntag beim Abschluss aus, als über 100 Elternteile die Darbietungen besuchten. Selbstverständlich waren Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz-Vorschriften einzuhalten, „aber das hinderte uns nicht daran, Spaß an der ganzen Sache zu haben“, so Andreas Peter. (TT)


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