Der Streit im Tourismusverband Brixental geht weiter

Dem Brixentaler TVB-Obmann Aigner flatterten gleich mehrere Rechtsanwaltsbriefe ins Haus.

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Von Harald Angerer

Kirchberg in Tirol –Der Tourismusverband Brixental kommt derzeit nicht zur Ruhe. Auslöser ist eine Telefonumfrage des market-Instituts, die im Juni in den dem TVB zugehörigen Orten Kirchberg, Wes­tendorf und Brixen durchgeführt wurde. Der wahre Auftraggeber sei dabei verschleiert oder gar falsch genannt worden. Es wurde der Eindruck erweckt, dass die Umfrage vom TVB selbst in Auftrag gegeben wurde, stellten TVB-Obmann Alexander Aigner und TVB-Geschäftsführer Max Salcher vor wenigen Wochen fest, die TT berichtete.

Das Ganze hat nun aber ein Nachspiel. Auftraggeber der Umfrage war die Initiative Tourismusverband Brixental, zu der Gruppe gehört auch der Kirchberger Hotelier Willi Steindl. Aigner hat ihm daraufhin vorgeworfen, dass sein Vater – Paul Steindl – damals als Vorsitzender des Ortsausschusses in Kirchberg für seinen Sohn ein 50.000-Euro-Sponsoring für dessen Motorsportkarriere lockergemacht hätte. Hier verlangt nun Willi Steindl über seinen Anwalt eine Richtigstellung. Er habe von 2007 bis 2009 lediglich 32.500 Euro erhalten.

Hinzuziehen von Anwalt "überflüssig"

„Ich teile Ihnen mit, dass es mir außerordentlich leidtut, mit einer falschen Zahl (50.000 Euro) an die Öffentlichkeit getreten zu sein. Bei Vorgängen, die 13 Jahre zurückliegen, hat mich hier in einer Interviewsituation wohl mein Gedächtnis im Stich gelassen. Selbstverständlich werde ich dies unterlassen und in Zukunft den korrekten Gesamtbetrag von 32.500 Euro kommunizieren“, bestätigt Aigner dem Rechtsanwalt von Steindl und fügt hinzu: „Gleichfalls ist es richtig, dass Herr Paul Steindl zur damaligen Zeit nicht, wie von mir leider irrtümlich behauptet, Obmann des Ortsausschusses war, sondern Vorsitzender des Aufsichtsrates.“

Kein Verständnis hat Aigner allerdings dafür, dass Steindl seinen Anwalt hinzugezogen hat. „Nachdem die Herren Steindl und ich persönlich bestens bekannt sind, ist ihr Einschreiten in dieser Sache mehr als überflüssig. Ich werde mich auch bei nächster Gelegenheit bei diesen noch persönlich entschuldigen“, erklärt Aigner. In Tirol sei es üblich, dass solche Dinge persönlich ausdiskutiert würden. Nichtsdestotrotz hat er ein Friedensangebot mit mehreren Punkten unterbreitet.

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Eine solche persönliche Entschuldigung habe es aber bis heute nicht gegeben, ärgert sich Steindl. „Ein Ausdiskutieren ist bei so massiven Anschuldigungen nicht mehr möglich, vor allem weil sich mein Vater aufgrund seiner Krankheit nicht mehr wehren kann. Deshalb haben wir unseren Anwalt eingeschaltet“, sagt Steindl. Er erwarte sich von Aigner eben diese öffentliche Entschuldigung, eine Entgegnung und er solle es unterlassen, Unwahrheiten über seinen Vater zu verbreiten.


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