Warten auf finale Etappe des Via-Claudia-Radweges in Nauders

Fans des Via-Claudia-Radweges warten auf den Lückenschluss von Altfinstermünz (Bild) zur Festung Nauders. Die Ursache liegt in verschärften Sicherheitsauflagen, die Planungen müssen nachgebessert werden.
© Wenzel

Nauders – Erst kürzlich hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) erhoben, dass die Via Claudia Augusta die beliebteste grenzüberschreitende Route bei den deutschen Radtouristen ist. Nur die Lücke auf dem Teilstück im Obergricht – zwischen Altfinstermünz und der Festung Nauders – löst alles andere als Begeisterung aus. Man muss auf den Shuttledienst umsteigen oder sich auf der für Radfahrer gefährlichen Reschenstraße abstrampeln. „Leider müssen wir uns beim Bau der Königsetappe ein weiteres Jahr in Geduld üben“, erklärte kürzlich TVB-Obmann Armin Falkner. Der TVB Tiroler Oberland ist Projektträger des 6,9 Mio. Euro teuren Abschnitts Prutz-Nauders, der großteils fertiggestellt ist. „Hintergrund sind verschärfte Sicherheitsauflagen für die anspruchsvolle Strecke. Geologen haben uns aufgezeigt, dass die Steinschlagnetze auf dem Steilstück ebenso verstärkt werden müssen wie die Galeriebauten.“ Auch das Budget von drei Mio. Eur­o könne nicht eingehalten werden. „Es wird die teuerste Etappe, die aber sicherer als die Reschenstraße sein wird“, so Falkner.

Fixiert sei inzwischen die Trasse – von der Festung Nauders zum Stillebach-Krafthaus am Inn. Von dort führt die Route weiter zur Wehranlage Altfinstermünz. Der Fertigstellungstermin könne derzeit nicht exakt prognostiziert werden. (hwe)


Kommentieren


Schlagworte