Tirols Tanzmusikanten blasen Förderinitiative den Marsch

Dass Wirte ein Gros der Gagen für Auftritte von Volksmusik-Gruppen vom Land finanziert bekommen, regt volkstümliche Musiker auf.

Peter Aschaber (ganz links, hier mit dem Auner Alpenspektakel) glaubt, das Projekt „Tirol zualosen“ schade seinem Geschäft als Musiker.
© Privat

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Peter Aschaber, seit 48 Jahren mit verschiedenen Musikgruppen auf Tirols Bühnen zu Hause, ist das Lachen vergangen. „Benutzt du einen Lautsprecher, bist kein Volksmusikant mehr“, sagt der Westendorfer. „Und weil du kein Volksmusikant bist, wird dein Auftritt nicht gefördert.“ Alte Lieder, gespielt auf der Gitarre oder Ziehharmonika – das alles habe er auch zu bieten, meint der 62-Jährige. Dennoch würden er und viele seiner Kollegen benachteiligt.

Grund für Aschabers Unmut ist die Initiative „Tirol zualosen“. Hier werden Wirten und Hoteliers von der Landesregierung 80 Prozent der Honorare für Konzerte von Volksmusikanten erstattet. Die Musiker sollten dadurch im schwierigen Corona-Sommer, mit kaum Auftrittsmöglichkeiten, unterstützt werden. Insgesamt 200.000 Euro sind bereitgestellt, 130.000 Euro schon ausbezahlt worden. Fördermittel gibt es allerdings nur, wenn traditionelle Volksmusik, Volksgesang oder Blasmusik gespielt wird. Abgewickelt wird das Projekt im Büro des Tiroler Volksmusikvereins.

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