Tiroler AMS-Chef Kern: „Viele sprechen schon von einer Generation Corona“

Der Tiroler Arbeitsmarkt hat sich seit dem Herunterfahren der Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie leicht erholt. Ausschlaggebend sei jedoch die Situation im Winter, sagt Landesgeschäftsführer Anton Kern.

Tirolweit sind die Geschäftsstellen des AMS – wie hier in Schwaz – in der Corona-Zeit gefordert. Gerade junge Menschen, die derzeit in den schwierigen Arbeitsmarkt drängen, sollen unterstützt werden.
© Fankhauser, iStock

Die globale Corona-Pandemie hat auch den Tiroler Arbeitsmarkt getroffen. Welche Berufsgruppen haben als Erstes ihre Jobs verloren?

Anton Kern: Tirol ist von der Corona-Krise noch immer stark betroffen. Im Vergleich zum Krisenhöhepunkt mit 45.872 Arbeitslosen hat sich die Situation zwar entspannt: Wir haben aber mit aktuell 18.924 arbeitslos vorgemerkten Personen (Mitte August) noch immer um 54 Prozent mehr Arbeitslose als im Vorjahr. Erfreulich ist, dass der für den Tiroler Arbeitsmarkt sehr wichtige Tourismus mehr als erwartet angezogen hat. Hier waren ja Mitte April schlagartig 21.000 Personen in Tirol arbeitslos. Ende Juli sind es noch 4600, also knapp ein Fünftel. Das zeigt eine deutliche Besserung. Für Tirol wird es jedoch ganz entscheidend sein, wie es mit Corona im Herbst und Winter weitergeht, vor allem im Hinblick auf den Wintertourismus.

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