Bayern nach 1:0-Finalsieg über PSG Champions-League-Sieger

Der Sieger der Fußball-Champions-League 2019/20 heißt FC Bayern München. Deutschlands Rekordmeister setzte sich mit ÖFB-Star David Alaba am Sonntag im Finale im Lissaboner Estadio da Luz gegen Paris Saint-Germain mit 1:0 durch. Das entscheidende Tor erzielte Kingsley Coman in der 59. Minute.

Damit triumphierten die Bayern zum insgesamt sechsten Mal im wichtigsten Europacup-Bewerb und holten das Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal. Dieses Kunststück gelang den Münchnern zuvor nur 2013, schon damals war Alaba mit von der Partie. Paris hingegen muss trotz Milliarden-Investitionen aus Katar weiter auf den erstmaligen Gewinn des begehrten Henkelpokals warten.

Die Partie konnte in der Anfangsphase die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Beide Abwehrreihen erwiesen sich zunächst als sattelfest, erst nach der Anfangsviertelstunde wurde es rasanter. PSG nutzte einen Ballgewinn im Mittelfeld zum schnellen Umschalten, Kylian Mbappe setzte Neymar ein, doch der Schuss des Brasilianers wurde von Bayern-Goalie Manuel Neuer pariert (18.).

Auf der Gegenseite wurde es erstmals in der 22. Minute gefährlich, als Robert Lewandowski nach Flanke von Alphonso Davies mit einem Drehschuss die Stange traf. Zwei Minuten später schoss Angel di Maria aus guter Position deutlich über das Tor. Bald darauf bekam Alaba einen neuen Partner in der Innenverteidigung - Jerome Boateng erlitt eine Muskelverletzung, für ihn kam Niklas Süle (25.).

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Trotz des Wechsels hatte die Bayern-Abwehr die PSG-Offensivstars gut im Griff - bis zur 45. Minute: Alaba leistete sich im eigenen Strafraum einen Fehlpass, doch Mbappe ließ die Topchance aus und beförderte den Ball genau in die Arme von Neuer. Sekunden danach forderten die Münchner nach einem Zweikampf zwischen Thilo Kehrer und Coman vergeblich Elfmeter, bereits davor hatte der genesene Pariser Goalie Keylor Navas einen Lewandowski-Kopfball pariert (31.).

Wie schon über weite Strecken der ersten Hälfte überließen die Pariser den Bayern auch nach dem Wiederanpfiff vorerst zumeist den Ball, was sich in der 59. Minute rächen sollte. Nach einer Maßflanke von Joshua Kimmich versenkte Coman den Ball per Kopf im langen Eck. Der bei PSG ausgebildete Franzose war im Vergleich zum Semifinale die einzige Änderung in der Bayern-Aufstellung, er rückte für Ivan Perisic in die Anfangsformation und dankte es mit dem 500. Champions-League-Treffer der Bayern.

In der Folge legte Frankreichs Meister einen Gang zu - Neuer rettete mit einer Fußabwehr gegen Marqhinhos (74.), die Pfeife des italienischen Schiedsrichters Daniele Orsato blieb stumm, obwohl Kimmich im Strafraum den Fuß von Mbappe traf (72.). Bald aber brachten die Münchner das Match wieder unter Kontrolle und spielten den Vorsprung ohne gravierende Probleme über die Zeit - außer in der 92. Minute, als Eric Maxim Choupo-Moting eine Neymar-Vorlage verpasste.

So blieb es dabei, dass sich die Bayern zum sechsten Mal zu Europas Meister krönten - je dreimal im Meistercup (1974, 1975, 1976) und in der Champions League (2001, 2013, 2020). Außerdem stellte das Team von Coach Hansi Flick einen Rekord auf: Die Münchner gewannen als erster Club elf Partien in Folge in der „Königsklasse“ sowie alle Partien in einer Champions-League-Saison und blieben als erster Titelgewinner seit Manchester United 2008 in einer kompletten Spielzeit der Eliteliga ungeschlagen.


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