„Weit weg von Overtourismus“: Gemischte Gefühle über Ansturm auf Plansee

Der Massenansturm auf Tirols zweitgrößten See löst mangels geeigneter Infrastruktur gemischte Gefühle aus. Einheimische ärgern sich, Touristiker sind froh über jeden Besuch.

Ruhe herrscht nur hoch über dem See. Das Idyll Plansee zieht heuer die Massen an. So manchem Einheimischen wird es zu viel.
© Mittermayr Helmut

Von Helmut Mittermayr

Außerfern – „Hoasch gseachn, wia unglaublich viel Leit do am Weg warn? Zum Parken koa Chance.“ Solche Aussagen im Reuttener Dialekt waren in den vergangenen Tagen in Bezug auf den Plansee immer wieder zu hören. Von Handtuch an Handtuch auf den Liegewiesen, Stoßstange an Stoßstange auf der Straße war die Rede. Ein Reuttener Gastronom postete Freitagabend auf Facebook dann seinen Unmut, dass man am Plansee „keine Chance mehr als Einheimischer“ habe. Sicherlich lebe man vom Tourismus, man müsse sich aber von „Tagesausflüglern, die alles geschenkt wollen, nicht überlaufen“ lassen. „Seit Covid können wir an keinen See mehr, da unsere Nachbarn diese belagern. Liebe Nachbarn, bleibt bei euch!“, schloss Hannes Gomig sein deftiges Statement, das im Netz viel Zuspruch und ebenso viel Kritik bekam. Das Aufsichtsratsmitglied des TVB Naturparkregion Reutte hat es inzwischen wieder gelöscht.

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