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Bargeldloses Zahlen im Restaurant: Die Karte, der kleine Feind des Kellners

Die Rechnung bitte! Da sich fremde Menschen derzeit nicht berühren sollen, wird in Restaurants und Geschäften vermehrt bargeldlos bezahlt. Das wirkt sich aufs Trinkgeld aus.

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Symbolfoto.
© APA

Von Matthias Christler

So einen Gast wünscht sich jeder Kellner einmal im Leben. Als die Corona-Krise gerade begonnen hat, legt der Mann in einem Restaurant in Florida 10.000 Dollar auf den Tisch – als Dank für die fleißigen Mitarbeiter und als Trost, weil das Restaurant geschlossen werden muss. Die 20 Angestellten erhielten jeweils 500 Euro. Von so etwas können die Kellner in Tirol nur träumen, vor allem jetzt, weil durch die Aufforderung, auf Berührungen mit anderen Menschen zu verzichten, Kredit- und Bankomatkarte noch höher im Kurs stehen. Fast jeder zweite Österreicher zahlt laut einer neuen Studie wegen der Pandemie jetzt öfter bargeldlos als früher – und das hat Konsequenzen für die Kellner. Die erhalten weniger Trinkgeld, meist erst Tage später und müssen sogar mehr laufen.


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