Protein-Trend bei Jugendlichen: Sinnvoll, gefährlich oder gar entbehrlich?

Jugendliche helfen ihrer Muskelkraft gerne mit Proteinshakes nach. Was in Sachen Eiweiß zu beachten ist, weiß die Ernährungscoachin.

Muskulöse und athletische Vorbilder wecken bei Jugendlichen das Interesse an Protein­shakes.
© iStockphoto

Von Sabine Strobl

Während viele Mädchen in der Pubertät ihre körperlichen Aktivitäten zurückschrauben, geben Burschen sportlich Vollgas. Sie gehen ins Fitnessstudio oder legen sich Gewichte für zu Hause zu, kommen im Fußball voran und werden Downhiller. Muskulöse und athletische Vorbilder wecken dabei das Interesse an Protein­shakes. Sie sollen nach dem Training den Aufbau von Muskelmasse unterstützen. Die Innsbrucker Diätologin Karin Ratschiller gibt einen Leitfaden für den Umgang mit diesen trendigen Produkten.

1️⃣ Jugendlicher Eiweißbedarf. Jugendliche benötigen etwa 1 bis 1,2 Gramm Protein pro Körpergewicht täglich. Das wären für einen Burschen mit 50 Kilogramm Gewicht 50 bis 60 Gramm Protein. Leidet er an keinen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ist er ein Allesesser, kann er den Bedarf leicht mit heimischen Nahrungsmitteln abdecken. Zum Bespiel ist die Hälfte des erforderlichen Eiweißanteils mit einem Hühnerfilet (zu 150 Gramm) abgedeckt. Mit Nudeln als Beilage, Joghurt zum Müsli und einem Mozzarella wird der tägliche Bedarf aufgefüllt.

„Wenn jemand im Hobbybereich sagt, er möchte Muskeln aufbauen und seinen Körper definieren, dann ist es irrelevant, Proteine über Pulver zuzuführen“, erklärt Ratschiller.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte