Leitartikel zum Lostag: Swarovski muss in Wattens bleiben

Bei Swarovski steht vor dem Lostag am Freitag vieles, wenn nicht alles auf dem Spiel. Tirols größter Industriekonzern muss massiv reformieren, aber es darf kein Rütteln am Standort Wattens als Herz und Hirn des Konzerns geben.

Von Alois Vahrner

Die heutige Gesellschafter-Versammlung bei Swarovski (die weitverzweigte Familie hat über 200 Mitglieder und etwa 75 stimmberechtigte Eigentümer) wird wohl extrem turbulent werden. Dafür sorgen der massive Stellenabbau, der Umbau der Strukturen, die geplante Umwandlung in eine Aktiengesellschaft samt möglichem Börsengang bis hin zu den Befürchtungen, dass die Zentrale in die Schweiz verlagert und dann ein weiterer Kahlschlag in Wattens erfolgen wird. Nicht nur die Belegschaft übt heftige Kritik, sondern auch die Politik und ein wohl nicht so kleiner Teil der Familie, die mit diesem Kurs, der in vielem auch einen Bruch zur gelebten Tradition darstellt, nicht mitkönnen und nicht mitwollen. Ein Streit in aller Öffentlichkeit, wie es ihn im oft verschwiegenen Konzern so noch nie gegeben hat.

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