Match um den Obmann im TVB Brixental ist entbrannt

Die Wahlen des Brixentaler Tourismusverbandes sind so spannend wie lange nicht mehr. Langzeitobmann Aigner will nicht weitermachen.

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Vor fünf Jahren wurde die aktuelle Führung mit Hans Beihammer, Jakob Lenk, Silvia Ager, Alexander Aigner und Michael Küchl (v.l.) gewählt – so wird sie sich nicht mehr präsentieren.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kirchberg i. T., Brixen i. Th., Westendorf – Angekündigte Revolutionen finden nicht statt – so war es auch bei den vergangenen Wahlen des TVB Kitzbüheler Alpen Brixental. Dieses Mal sind die Vorzeichen andere, denn der Langzeitobmann Alexander Aigner will nicht mehr für den Posten kandidieren. „Ich spüre, dass es unter den Mitgliedern einen Wunsch nach Veränderung gibt. Es wird nun also Zeit, den Obmann in jüngere Hände zu übergeben“, sagt Aigner gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Das heißt aber nicht, dass er bei der Wahl nicht mehr antreten wird. „Ich würde mich sehr gerne noch im Aufsichtsrat einbringen und dem neuen Vorstand mit Rat zur Seite stehen“, erklärt Aigner.

Er werde also schon mit einer Liste antreten, „aber ich strebe nicht mehr die Obmannschaft an“, betont er. Er ist seit der Vereinigung der Tourismusverbände Kirchberg, Brixen und Westendorf im Jahr 2006 der Obmann des Verbandes und war bereits vorher Langzeitobmann des TVB in Kirchberg. „Als ich vor über 30 Jahren im TVB begann, habe ich mir gedacht, wieso nur alte Männer den Verband leiten. Jetzt bin ich so ein alter Mann“, sagt Aigner rückblickend. Obmann sei er geworden, weil sonst keiner wollte, das wäre jetzt anders. Er sei mit seinen Mitstreitern nun auf der Suche nach einem Obmann oder auch einer Obfrau. „Es gibt einige Personen, die im Gespräch sind und mit denen wir Gespräche führen“, so Aigner, aber fix sei noch nichts.

Wobei das nicht ganz stimmt, fix ist für ihn, dass er nicht Willi Steindl unterstützen wird. „Die Ideen, die Willi Steindl hat, kann ich nicht mittragen. Wichtig ist, dass jemand die Führung übernimmt, der auch die Region als Ganzes im Blick hat“, sagt Aigner. Er und Steindl sind sich erst vor Kurzem in die Haare geraten, als Steindl mit einer Gruppierung eine Umfrage in Auftrag gegeben hat, die aus Sicht Aigners den Ruf des Verbandes schädigt und unter falschem Namen durchgeführt worden sein soll. Seither bekommt Aigner regelmäßig Post vom Anwalt Steindls.

Fix ist auch, dass es im Kirchberger Ortsausschuss eine Veränderung geben wird. Toni Wurzrainer wird hier nicht mehr als Obmann zur Verfügung stehen. Die Nachfolge ist noch offen, hier soll es im September weitere Gespräche über die Vorgangsweise geben.

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