Ein erster Sprung in das Haifischbecken für die neuen HCI-Cracks

Beim HC Innsbruck standen gestern erstmals (fast) alle Legionäre auf dem Eis. Headcoach O’Keefe blickt optimistisch in die nahe Zukunft.

© Thomas Boehm / TT

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – In der Tiwag-Arena wurde gestern auf mehreren Ebenen hart gearbeitet: zum einen auf der Eisfläche, wo HCI-Headcoach Mitch O’Keefe erstmals zu einem kompletten Mannschaftstraining lud, und zum anderen auf den noch verwaisten Rängen, wo die Stehplatztribünen bestuhlt werden müssen, damit der HCI ab 15. September auch Zuschauer in der Tiwag-Arena begrüßen darf. Mit den aktuellen Covid-Bestimmungen dürften dann ein bisschen weniger als 800 Eishockey-Fans in die Halle.

Und damit die Haie dann auch bereit sind, floss der Schweiß gestern in Strömen. Unter dem Jetlag leidende Legionäre wie Deven Sideroff konnten einem da fast schon leidtun. Aber von nichts kommt bekanntlich nichts. Mit Ausnahme des verletzten Norwegers Adrian Saxrud Danielsen tanzten gestern auch alle elf Legionäre nach der Pfeife des Trainerteams.

Keine Zurückhaltung bei der ersten Team-Einheit, auch Co-Trainer Pedevill­a schaute seinen Jungs genau auf die Schaufel.
© Thomas Boehm / TT

„Ich bin glücklich mit der Truppe, die am Eis stand“, sollt­e Headcoach Mitch O’Keefe nach getaner Arbeit sagen, um in der Folge die letzten Wochen Revue passieren zu lassen: „Es war viel Arbeit und das Budget klein, aber wenn du genügend Anrufe machst und Hintergrundchecks durchführst, findest du Spieler, die bereit sind, für eine Chance Opfer zu bringen.“

Seinen insgesamt elf neue­n Legionären gab er dann gleich eines mit auf den Weg: „Ich will nicht, dass sie nur Innsbruck genießen und vier Jahre hierbleiben wollen. Sie müssen ihr Bestes geben, um es auf ein noch höheres Level zu schaffen.“ Eindruck machte zum Beispiel schon die Spielweise von Neo-Verteidiger Jonathan Racine, denn dessen Härte brachte selbst Co-Trainer Flo Pedevilla, als Aktiver auch kein Kind von Traurigkeit, ins Staunen.

„Strange“, also „seltsam“, findet auch O’Keefe die von Corona überschattete Vorbereitung. Noch fehlt zum Beispiel ein Testspiel-Termin: „Keine Sorge, wir werden im September vier Spiele haben“, sagt der Coach, der aktuell aber noch improvisieren muss. Am Freitag wartet auf die Haie mit insgesamt 16 neuen Cracks ein Team­building im Ötztaler Klettergarten.


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