Melonenland Tirol? Über den schwierigen Anbau der Wassermelone

Sommer, Sonne, Melone – kaum eine Kombination ist harmonischer. Wassermelonen lassen sich kulinarisch vielfältig nützen. Doch der Anbau der sensiblen Früchte ist schwierig – gerade in Tirol, wo ihnen Regen und niedrige Temperaturen zusetzen.

Bei Wassermelone kann man der kulinarischen Kreativität freien Lauf lassen: ob gegrillte Melone, Sorbet, Salat oder Suppe.
© iStock

Von Judith Sam

Als kleinen Snack für zwischendurch kann man die Wassermelone, die Chris Kent 2013 erntete, nicht bezeichnen. Das gute Stück, das dem Amerikaner den Weltrekord einbrachte, wog 159 Kilo. Ihre inneren Werte sind jedoch dieselben wie die konventioneller Melonen: Vitamine, Eisen, Kalium, Magnesium. US-Forscher sagten dem Kürbisgewächs sogar potenzanregende Wirkung nach.

Regionale Melone bevorzugt

Je reifer die Frucht, desto mehr dieser gesunden Inhaltsstoffe enthält sie. „Damit sind wir schon beim Problem. In Tirol kann man zwar Wassermelonen anbauen, aber weil die sehr sensibel sind, ist die Wahrscheinlichkeit, viele reife Früchte zu ernten, gering“, bedauert Alfred Unmann, Referent für Gemüsebau der Landwirtschaftskammer Tirol, Hobbygärtner. Die Melonen, die er und sein Team vor zehn Jahren versuchsweise hierzulande anbauten, litten bei viel Regen, welkten bereits bei fünf, sechs Grad und starben bei Frost gänzlich ab.

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