Mali: Militärjunta lässt abgesetzten Präsidenten Keita frei

Zehn Tage nach dem Staatsstreich in Mali hat die Militärjunta den von ihr gestürzten Ex-Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita freigelassen. Keita sei frei und befinde sich in seiner Residenz, sagte ein Sprecher der Militärmachthaber am Donnerstag.

Soldaten der malischen Armee hatten am Dienstag vergangener Woche einen Militärstützpunkt nahe der Hauptstadt Bamako besetzt und geputscht. Präsident Keita verkündete nach seiner Festnahme und unter dem Druck der Militärs seinen sofortigen Rücktritt und die Auflösung des Parlaments, um nach eigenen Angaben ein Blutvergießen zu verhindern.

Malis Nachbarn, die Afrikanische Union sowie die EU hatten die Militärjunta in den vergangenen Tagen zur Freilassung des Ex-Staatschefs aufgefordert.

Keita stand seit geraumer Zeit unter Druck, weil es ihm unter anderem nicht gelungen war, die seit 2012 andauernden Angriffe von Islamisten vor allem im Norden des Landes unter Kontrolle zu bringen. Verschleppte politische Reformen, eine schwächelnde Wirtschaft und Korruptionsvorwürfe verschlechterten die Lage zudem.

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