Ischgl-Ermittlungen unter anderem gegen Bezirkshauptmann

In der Causa rund um das Corona-Krisenmanagement in Ischgl hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck nun Ermittlungen gegen konkrete Personen eingeleitet. Betroffen davon sind laut einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ (Freitagsausgabe) der Landecker Bezirkshauptmann Markus Maaß, sein Stellvertreter und der Ischgler Bürgermeister Werner Kurz.

Bestätigen wollte dies die Staatsanwaltschaft gegenüber der „TT“ vorerst jedoch nicht. Für die APA war Freitagfrüh kein Sprecher der Anklagebehörde zu erreichen. Das Ermittlungsverfahren sei aber noch nicht abgeschlossen. Einvernahmen seien geplant, hätten aber noch nicht stattgefunden, berichtete die „TT“.

Ermittelt wird demnach wegen des Verdachts der Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Die Polizei hatte der Staatsanwaltschaft im Mai einen 1.000 Seiten umfassenden Zwischenbericht vorgelegt. Danach wurde die Exekutive seitens der Anklagebehörde noch mit weiteren Erhebungen beauftragt. Ende Mai wurde bei der Landessanitätsdirektion in Innsbruck sowie den Bezirkshauptmannschaften in Landeck und Imst umfangreiches Material in Form von Unterlagen und Daten sichergestellt. Sieben Informationsberichte habe die Staatsanwaltschaft bereits dem Justizministerium vorgelegt.

Der Verbraucherschutzverein (VSV) hatte in der Causa Ischgl eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Bisher haben sich 750 Personen als Geschädigte oder Privatbeteiligte dem Ermittlungsverfahren angeschlossen, erklärte Justizministerin Alma Zadic (Grüne) in einer Anfragebeantwortung an die NEOS.

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