Es war ein warmer Sommer mit viel Regen ohne lange Hitzewellen

Trotz der Niederschläge bot der Sommer 2020 auch Tage mit idealen Bedingungen für Wanderungen in die Berge – im Bild das Hohe Moos am Hochplateau westlich der Neuen Regenburgerhütte im Stubaital.
© Paumgartten

Innsbruck – Der meteorologische Sommer 2020 hat sehr warmes, eher wechselhaftes Wetter und keine langen Hitzewellen gebracht. Zu diesem Schluss kommen die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und der Wetterdienst Ubimet in ihren gestern präsentierten Sommerwetter-Bilanzen. „Der Sommer 2020 war wärmer als 95 Prozent aller Sommer in der 254-jährigen Messgeschichte“, sagt Alexander Orlik von der ZAMG.

„Im Vergleich zum Sommer 2019, der mancherorts sogar der wärmste der Messgeschichte war, lag die mittlere Temperatur allerdings fast 2 Grad niedriger“, analysiert Manfred Spatzierer, Ubimet-Chefmeteorologe. Das erkläre auch, warum viele Menschen diesen Sommer fälschlicherweise als kühl bezeichnen, was wiederum eindrucksvoll zeige, wie sich die Bevölkerung an die zunehmend heißen Sommer der vergangenen Jahre gewöhnt hat.

Der Sommer 2020 war von Beginn an unbeständig, so gab es bereits im Juni in weiten Teilen Österreichs mehr Regen als üblich. Über den gesamten Sommer gesehen fiel landesweit etwa 115 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge. Bislang eine Spur zu trocken war der Sommer in inneralpinen Regionen vom Tiroler Oberland bis zum Ennstal – am Wochenende kommt hier aber zum Teil noch einiges an Regen dazu. (TT)


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