Hypo Tirol: Jung, wild und irgendwann wieder in der ersten Liga

Für die Volleyballer von Hypo Tirol begann Anfang der Woche das Leben nach den Alpenvolleys: Neue Philosophie, neue Liga – aber mit altbekanntem Engagement.

Hypo-Chefcoach Stefan Chrtiansky (l.) mit seinen jungen Volleyballern.
© Hypo Tirol Volleyballteam

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Zweite österreichische statt erster deutscher Liga, USI statt Olympiaworld – es sieht auf den ersten Blick nach einem Rückschritt aus. Das Ende des professionellen Tiroler Volleyballsports wird ein Loch hinterlassen. Doch ausgerechnet Stefan Chrtiansk­y, der alle Höhen und Tiefen erlebt hat, sieht das Ganze als große Chance. „Es ist ein ganz anderer Zugang, aber es hat viel Motivation in mir geweckt“, sprudelte es aus dem Trainer-Fuchs heraus. Von den 14 Profis blieb ihm nur einer übrig: Daniel Koncal. Der 37-jährige Slowake hat die Zelte in der Tiroler Landeshauptstadt nicht abgebrochen. Der Aufspieler wird als rechter Arm Chrtianskys die Jungen anführen.

Und junge Akteure hat man zur Genüge: „Wir trainieren derzeit zweimal am Tag bis zum Saisonstart Ende September. Es geht vor allem um die richtige Technik und die körperliche Fitness. Viele der Jungs haben auf dem Niveau noch nicht trainiert. Es sind junge Talente, bei denen ich überzeugt bin, dass sie sich weiterentwickeln können.“

Über Ziele will Chrtiansky (noch) nicht sprechen. Der Neustart könnte wieder in die höchste rot-weiß-rote Liga führen – Zeitdruck gibt es aber keinen. Wenn das Engagement der jungen Garde jedoch hoch ist, wird ihnen Trainer Chrtiansky keine Steine in den Weg legen. Auf lange Sicht soll der Nachwuchs in die höchste Mannschaft herangeführt werden.

Klingt, als könnte die Dunkelblauen fast nichts stoppen. Nur die Corona-Pandemie könnte das Austragen des Indoor-Sports am glänzenden Parkett verhindern. Chrtiansk­y: „Wir hoffen, dass unseren Plänen Pandemie-bedingt nichts im Wege steht, und sehen positiv in die Zukunft.“

Der Tiroler Tatendrang unter den neuen Voraussetzungen ist hoch. Detail am Rande: Hypo-Macher Hannes Kronthaler hält sich stark im Hintergrund, wie Chrtiansky bestätigte: „Wir hören uns ein-, zweimal die Woche.“


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