Anrainer fordern Aus für die „Rennstrecke“ im Ötztal

Rund 100 Unterschriften wurden in den vergangenen Wochen im Oetzer Ortsteil Habichen gesammelt. Die Bewohner fordern eine Lärm- und Tempobremse.

Auf der Ötztalstraße wird in unmittelbarer Nähe zur Siedlung beschleunigt. Das ist auch ein Sicherheitsproblem, so die Anrainer.
© Paschinger

Habichen – Vielen Anrainern in Habichen reicht es. Die Ötztaler Bundesstraße ist eine der meistbefahrenen Straßen im Oberland. Nun wurde der Bezirkshauptmannschaft in Imst eine Unterschriftenliste mit 100 Unterstützern übermittelt, die eine Lärmbremse in Form eines Tempolimits zwischen Habichen und dem Gewerbegebiet beim „Tumpener Gstoag“ fordern. Damit könnte, so Hermann Knoll im Namen der Unterzeichner, „der derzeit als Rennstrecke missbrauchte Abschnitt entschärft werden“. Der für Verkehr zuständige Referent in der Behörde, der stellvertretende Bezirkshauptmann Andreas Nagele, bestätigt den Erhalt des Antrages aus der Anrainerschaft. „Ich habe den Auftrag erteilt, dass in den nächsten Wochen die Situation genau untersucht wird. Nach einem Lokalaugenschein werden wir dann entscheiden, ob wir Maßnahmen setzen müssen.“

Tatsächlich weist Oetz laut Verkehrsbericht des Landes mit 14.363 Fahrzeugen im Vorjahr ähnliche Zahlen wie die Umfahrung Reutte auf der Fernpassstrecke auf (14.562). Und die ersten beiden Monate des Jahres 2020 hatten noch einen ungebremsten Trend in Richtung weitere Verkehrssteigerungen gezeigt. Für die Anrainer in Habichen stellt das in erster Linie ein Sicherheitsproblem dar. Denn in den vergangenen vier Jahrzehnten sei das Siedlungsgebiet gewachsen und auch das Gewerbegebiet hat sich zuletzt immer mehr vergrößert. Die Einschätzung als Freiland mit 80 bzw. 100 km/h würde dem nicht mehr entsprechen. Vor allem die verschiedenen Einfahrten ins Siedlungsgebiet würden regelmäßig zu gefährlichen Verkehrssituationen führen. Ins Treffen geführt wird dabei auch ein tödlicher Verkehrsunfall vor wenigen Jahren.

Ein Geschwindigkeitslimit würde „einen gleichmäßigen Verkehrsfluss von dem südlich gelegenen Gewerbegebiet bis zum nördlichen Ortseingang von Habichen“ mit sich bringen, so Knoll. Außerdem gehöre „das dort befindliche Ortsschild um 50 Meter weiter Richtung Norden verschoben“. (pascal)

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