15 Stunden und 58 Minuten: Lechtaler Höhenweg in Rekordzeit absolviert

Zugegeben, es war keine Genusswanderung. Aber das wollten die Brüder Rene und Marcel Mair sowie der Dritte im Bunde, Lukas Kocher, auch gar nicht.

Der Lechtaler Höhenweg zieht sich offiziell über 77 Kilometer und weist 6400 Höhenmeter auf.
© Christian Juen

Zürs, Imst – Zugegeben, es war keine Genusswanderung. Aber das wollten die Brüder Rene und Marcel Mair sowie der Dritte im Bunde, Lukas Kocher, auch gar nicht. Die drei Oberländer Trailrun-Spezialisten vom Verein TrailMotion Tirol bewältigten nämlich den 77 Kilometer langen und über 6400 Höhenmeter führenden Lechtaler Höhenweg (E4) in 15 Stunden und 58 Minuten. Damit pulverisierten sie am Freitag den bisherigen Rekord des deutschen Ultraläufers Florian Felch um mehr als fünf Stunden.

„Wir hatten uns den Freitag bewusst als Renntag ausgesucht“, betont Lukas Kocher. Um 0.38 Uhr ging es vom Ausgangspunkt in Zürs los. Mit Stirnlampen ausgerüstet liefen sie hinein in die Lechtaler Alpen. Die nächtlichen Temperaturen von 11 bis 12 Grad „waren ideal“, erzählt Kocher. Noch idealer war das inzwischen abkühlende Wetter tagsüber. „Denn die Tage zuvor war es ja immer heiß gewesen. Wir haben wirklich auf eine solche Wetterlage gewartet. Dadurch liefen wir dann bei 20 bis 22 Grad.“ Vor allem im Fels kann die Temperatur nämlich unbarmherzig werden. Dann führt die Mittagshitze rasch zum Leistungsabfall. Dazu kommt noch die technische Herausforderung auf dem Lechtaler Höhenweg: „Es sind rund 30 mit Seil gesicherte Stellen zu bewältigen“, berichtet Kocher.

Exakt um 16.36 Uhr, 15 Stunden und 58 Minuten nach dem Start in Zürs, lief das Trio ins Ziel am Hahntennjoch. Auch wenn sie rundherum Regenwolken aufziehen sahen – „wir bekamen keinen einzigen Tropfen ab“. Eine Punktlandung.

„Wir sind solid und ohne erwähnenswerte Probleme durchgekommen“, fasst Kocher zusammen. „Ich denke jedoch, dass nun die Jagd eröffnet ist und einige sich dieser Herausforderung stellen möchten“, so Kocher, der auch von der Schönheit der Lechtaler Alpen schwärmte.

Die nächste Herausforderung des Trios ist am Wochenende der dreiteilige Trail Run3 rund um Imst, zu dem auch der Starkenberger Homerun am Samstag gehört. (pascal)


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