Neue Fläche für Gewerbebetriebe: Petition soll in den Kitzbüheler Gemeinderat

In Gundhabing soll nach dem Willen des Kitzbüheler Gemeinderates eine Fläche für Gewerbebetriebe geschaffen werden.
© Angerer Harald

Von Michael Mader

Kitzbühel – Gegen die Pläne der Stadtgemeinde Kitzbühel, in Gundhabing ein Gewerbegebiet entstehen zu lassen, gibt es wie berichtet Widerstand. Die von der Gruppe „Engagierte Kitzbüheler“ ins Leben gerufene Online-Petition sammelt Unterschriften gegen das Vorhaben – bis gestern Nachmittag haben 244 Personen unterschrieben.

Mit Namen in die Öffentlichkeit treten will man derzeit allerdings nicht. „Unsere Anonymität ist schließlich ein trauriger Beweis dafür, dass sich einige Bürger nicht trauen, öffentlich ihren Standpunkt zu vertreten“, lautet die Rechtfertigung.

„Wir sind eine Gruppe von Bürgern und Familien aus Kitzbühel, die eine verstärkte Diskursführung über den Umgang mit Grund und Boden in der Stadt Kitzbühel will“, heißt es, und weiter: „Zeitig zur kommenden Gemeinderatssitzung werden wir den Mitgliedern schriftlich unser Petitionsanliegen als Diskussionsgrundlage unterbreiten und erwarten uns einen breiten Diskurs, ob diese neuen städtischen Flächen als Gewerbe- oder Wohngebiet gestaltet werden sollen.“

Gundhabing sei seit eh und je ein bäuerlicher Weiler und Wohngebiet mit nur vereinzelt kleinen eingesprengten Betrieben. „Keinesfalls soll es hier um die Vernachlässigung von Gewerbetreibenden gehen. Durchaus darf die Frage gestellt werden, ob das alles schon beschlossene Sache ist? Oder dient der Verweis auf ortsansässige Unternehmen etwa nur als Argumentationsbrücke für größere Ansiedlungsprojekte auswärtiger Betriebe?“, fragt man sich.

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Bürgermeister Klaus Winkler erklärt, dass man sich noch ganz am Anfang des Entwicklungsprozesses befinde: „Das muss alles erst erarbeitet werden. Welche Größe wir brauchen und in welcher Art es entstehen soll.“ Verwundert zeigt er sich aber, dass das alles unter dem Deckmantel der Anonymität passiert. „Ich erwarte mir, dass diejenigen Farbe bekennen. Sie sind herzlich eingeladen, konstruktiv mitzuwirken.“


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