Cobra-Einsatz in Zirl: Vater vor Sohn (6) verhaftet

Im Morgengrauen schlugen Cobra-Beamte eine Scheibe ein, rissen einen Zirler aus dem Schlaf und nahmen ihn fest. Sein sechsjähriger Sohn musste die Polizeiaktion mitansehen.

Das beim Cobra-Einsatz in Zirl zerstörte Fenster. In der Wohnung befand sich auch ein Kind.
© zeitungsfoto.at

Von Thomas Hörmann

Zirl – „Ich hab’ noch geschlafen, mein sechsjähriger Sohn lag neben mir“, schildert ein Zirler den Beginn des Albtraums, in dem maskierte Beamte der Polizei-Sondereinheit Cobra im Morgengrauen des 27. Juli die Hauptrolle spielten: „Plötzlich hat’s einen anständigen Bums gemacht und ein doppelt verglastes Schlafzimmerfenster war eingeschlagen.“ Durch das Loch im Glas zielte ein Arm des Gesetzes mit einer Pistole auf das Bett, in dem sich Vater und Sohn den Schlaf aus den weit aufgerissenen Augen rieben. Im Reflex – so schildert der Zirler – habe er die Hand des Polizisten gepackt. Daraufhin seien Gummigeschosse abgefeuert, aber niemand getroffen worden. „Ich erhielt dann die Anweisung, die Wohnungstür aufzumachen“, erzählt der 42-Jährige: „Vorher hab’ ich noch die beiden Hunde ins Klo gesperrt.“ Sekunden später trug der Zirler Handschellen, Polizisten durchsuchten vor den Augen des geschockten Kindes die Wohnung. „Jetzt ist der Bub traumatisiert und redet immer wieder von den Cobalts. Damit meint mein Sohn die Cobra-Beamten“, schildert der Vater die Folgen des Einsatzes.

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