Ausbau der Jamtalhütte: Land investiert in Ausbildungszentrum der Bergrettung

Die Kühlzelle und Lebensmittelvorräte der Hütte wurden neben die Küche verlegt, die Toiletten dafür in den Keller.
© Land Tirol

Galtür – Einen Beitrag zur Konjunkturoffensive leistet das Land Tirol im Jamtal bei Galtür: 430.000 Euro werden dort in das Ausbildungszentrum der Bergrettung Tirol investiert, wie LR Johannes Tratter gestern Dienstag mitteilte. Zwei ehemalige Zollgebäude, die das Land angekauft hatte, bilden das Herzstück des 2007 adaptierten Ausbildungszentrums.

„Beim aktuellen Projekt sind zusätzliche Adaptierungen der Hütte geplant“, erläuterte Tratter bei der Besichtigung vor Ort. Koordinator ist, so Tratter, die Abteilung Hochbau des Landes.

Die „hervorragende Arbeit“ der Bergrettung sei vor allem der „qualitativ hochwertigen Aus- und Weiterbildung im Ausbildungszentrum Jamtal“ zu verdanken. Um diesen Standard auch in Zukunft zu gewährleisten, „stellen wir finanzielle Mittel für wesentliche Umbauten zur Verfügung“, so der Landesrat, der auch einen „Mehrfachnutzen“ hervorhob: „Die Bauarbeiten sind ausschließlich an heimische Firmen im Bezirk Landeck vergeben worden.“ Sicherheitsreferent LHStv. Josef Geisler ergänzte: „Die Bergrettung Tirol hat sich über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf erarbeitet.“ Sein Dank gelte „den zahlreichen Bergretterinnen und Bergrettern, die sich für die Sicherheit in den Bergen engagieren“.

Diese Umbaumaßnahmen umfassen eine Verbesserung der Hygienestandards: Die Kühlzellen und Lebensmittelvorräte werden vom Keller in den Küchenbereich verlegt und erneuert. Die Toiletten, bisher neben der Küche, werden in den Keller verlegt.

Hermann Spiegl, Landesleiter der Bergrettung Tirol, sagte: „Die Umgebung der Hütte bietet perfekte Rahmenbedingungen für Aus- und Fortbildung. Das kann eine Bergung aus einer defekten Seilbahn sein, aus einer Steilwand oder aus der Schlucht eines Wildbaches. Derartige Szenarien können im Umfeld der Hütte durchgespielt werden.“

Das Geld sei an diesem Ort „jedenfalls sinnvoll investiert“, erklärte Gebi Mair, Ausbildungsleiter der Bergrettung Innsbruck. Die Investitionen würden „letztlich allen bergsportbegeisterten Tirolerinnen und Tirolern sowie unseren Gästen zugutekommen“. Notfälle im alpinen Gelände können, so Mair, jederzeit passieren. „Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass eine schnellst- und bestmögliche Versorgung Leben retten kann.“ (TT, hwe)


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