Was in Tirol von Flüchtlingskrise blieb: Fünf Jahre, ein neues Leben

Auf der Flucht vor Krieg und Armut kamen im Sommer 2015 Tausende Menschen nach Tirol, viele blieben. Auch der Syrer Mohammad Jabr (35) hat hier eine zweite Heimat gefunden.

In Innsbruck hat Mohammad Jabr, gelernter Weber aus Damaskus, im Jahr 2017 ein mittlerweile gut laufendes Geschäft mit Seidenstoffen und daraus gefertigten Produkten eröffnet.
© Michael Kristen

Von Benedikt Mair

Innsbruck, Axams – Drei Stockwerke tief unter den Straßen von Damaskus, in einem wenige Quadratmeter großen Kellerraum war Mohammad Jabr mit Dutzenden anderen Menschen eingepfercht. Kaum Luft zum Atmen, immer wieder von syrischen Geheimpolizisten gepeinigt, geschlagen. „Die Nase haben sie mir gebrochen“, sagt er. Alles nur, weil er demonstrieren ging, gegen das von ihm verhasste Regime des Diktators Baschar al-Assad. Nach 20 Tagen wurde er freigelassen. „Ich hatte Angst, Panik, konnte nirgends mehr hingehen. Drei weitere Tage später habe ich meine Sachen gepackt und bin weg.“

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