Anhalterhütte zum Teil unter Denkmalschutz gestellt

Vor einigen Tagen wurde auf der Anhalterhütte die Firstfeier begangen. Derzeit sucht man noch nach Pächtern.
© Covini bzw sektion

Imst – Schon seit vielen Wochen wird auf die Sondertransporte unter der Woche über die Hahntennjochstraße aufmerksam gemacht. Der Grund ist der große Umbau an der Anhalterhütte der Sektion Oberer Neckar des DAV. In gut 5000 Flugminuten mit dem Hubschrauber wurde das Material auf die 2040 Meter hoch gelegene Baustelle geflogen. Am Freitag konnte die Firstfeier begangen werden. Derzeit sucht die Sektion auch neue Pächter ab Juni 2021. Bis 30. September können sich Interessierte bei der DAV-Sektion, die in Rottweil angesiedelt ist, bewerben.

Am Freitag konnte der erste Vorsitzende der DAV-Sektion, Rudolf Mager, den Firstbaum annageln: „Eine gemeinsame, intensive Projektvorbereitung hat Vertrauen auf allen Seiten geschaffen.“ Die Identifikation der Handwerker aus der Region mit dem Hüttenprojekt und deren Stolz auf das geschaffene Werk sind für Mager „die Schlüssel zum Erfolg“. Oft kommen Familienmitglieder der Handwerker an der Baustelle vorbei. „Es hat schon einen familiären Charakter, wie diese sehr anspruchsvolle alpine Baumaßnahme auch von außen wahrgenommen wird“, meinte Robert Kollbitsch, der Leiter des DAV-Hüttenreferats aus München. Ihn fasziniert auch die Organisation der Hüttenzeit durch die Sektionsmitglieder, die die Handwerker in wechselnden Teams vor Ort versorgen.

In der Baubesprechung vor Ort stand der denkmalgeschützte historische Hüttenteil, erbaut 1912, im Mittelpunkt. Seit wenigen Tagen erst steht die Hütte unter Denkmalschutz. Nun gilt es nachzusteuern: Es geht um Sprossenfenster, Holzboden, Mobiliar und Vertäfelungen im Abgleich mit historischen Bildern der Gaststube.

Im Namen seiner Sektion bedankte sich der 1. Vorsitzende Rudolf Mager für die gute Kooperation mit der Stadt Imst, den zuständigen Fachbehörden bis hin zu den notwendigen Abstimmungen mit der BH Imst. (TT)

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