Rekordpreise für Oldtimer von Max Reisch

Der Peugeot Type 26 aus der Sammlung Reisch wurde auf maximal 80.000 Euro geschätzt und erzielte 143.000 Euro.
© Dorotheum

Wien – 143.000 Euro für das älteste noch fahrbereite und in Österreich ausgelieferte Automobil wurden bei einer Auktion Ende August im Doro­theum Wien-Vösendorf erzielt. Es handelt sich dabei um einen Peugeot Type 26 aus dem Jahr 1900, der einen Schätzpreis zwischen 60.000 und 80.000 Euro aufwies. Er stammt aus der Sammlung des Tirolers Max Reisch.

Auch um den letzten existierenden 1912 Austro-Adler 14/17 P.S, ebenfalls Sammlung Reisch, entbrannte ein Bietergefecht. Letztlich erhielt ein Anrufer gegen einen Interessenten im Saal mit 126.200 Euro den Zuschlag. Der Schätzpreis des Austro-Adlers betrug zwischen 50.000 und 70.000 Euro. Der Kufsteiner Forscher und Pionier Max Reisch (1912–1985) hat der Nachwelt ein kulturhistorisch achtbares Erbe hinterlassen. In der „Sammlung Max Reisch“, die seit Herbst 2008 im Reisch-Archiv in Bozen gegen Voranmeldung zu besichtigen ist, wird den Besuchern ein Einblick in sein Lebenswerk gewährt. Unter anderem werden Expeditionsfahrzeuge, das Orient-Archiv und seine Asiatika-Sammlung präsentiert. Derzeit ist das Museum wegen Covid-19 geschlossen. Museumsleiter Peter Reisch erklärte der TT, dass er bei der Versteigerung nicht anwesend gewesen sei.

Klaus Reitberger, Kulturreferent der Stadt Kufstein, sagt, man überlege schon länger, wie man Reisch würdigen könne. Diskutiert werde etwa ein Trakt auf der Festung, der sich örtlichen Pionieren widmet. Die Frage, ob es sich bei dem anonymen Bieter um die Stadtgemeinde Kufstein gehandelt habe, verneinte er lachend. (pla)

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