OeKB-Vorstandsmitglied: „Man muss sich schneller anpassen“
Von Verena Langegger
Alpbach – Angelika Sommer-Hemetsberger, im Vorstand der Oesterreichischen Kontrollbank AG, ist optimistisch: „Wenn man es schafft, die Corona-Krise auch als Chance zu sehen, dann wird man gut durch die Krise kommen.“ Es werde allerdings zu einer Marktbereinigung kommen, sagte sie am Rande des Forums Alpbach. „Viele Betriebe sind kreativ geworden“, so die Finanzexpertin. Wer flexibel reagiert habe, habe bestehen können. Allerdings: Viele Unternehmen mussten ihr Geschäftsmodell überdenken und anpassen. Unternehmen, die schon vor Ausbruch der globalen Corona-Pandemie schlecht aufgestellt waren, hätten verstärkt Probleme.
Die OeKB versucht jedenfalls zu unterstützen – etwa mit Förderungen über die Tochter Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). Österreichweit wurden 7470 Anträge bewilligt, das seien 98 Prozent, sagt Sommer-Hemetsberger. Tirol habe das Service besonders stark in Anspruch genommen. So wurden 1180 Tiroler Anträge auf Förderungen bei der Tourismusbank bearbeitet (Salzburg 1060, Wien 1119). Sie empfiehlt Unternehmen, „flexibel zu reagieren“. Sommer-Hemetsberger empfiehlt Unternehmen, „flexibel zu reagieren“. Grundsätzlich werde das Wirtschaftsleben immer schnelllebiger, Regulierungen würden sich auch abseits der Corona-Krise immer schneller ändern. „Man muss sich immer schneller anpassen“, sagt sie. Grundsätzlich werde das Wirtschaftsleben immer noch schnelllebiger, Verordnungen würden sich auch abseits der Corona-Krise immer schneller ändern. „Man muss sich schneller anpassen“, sagt sie.
Nichtsdestotrotz stehe die österreichische Wirtschaft aber auf stabilen Beinen. Sommer-Hemetsberger verweist auch auf die Einschätzungen von Gabriel Felbermayr vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel, der eine relativ rasche Erholung des Welthandels sieht. Dies sei auch für Österreich als Exportland wichtig. Trotzdem werde es in manchen Bereichen zu einer Bereinigung kommen, sagt die OeKB-Chefin. Das Vorkrisenniveau könnte die österreichische Wirtschaft schon Mitte 2022 erreicht haben.
Optimistisch ist sie auch in puncto Nachhaltigkeit. Auch die EU plant ja, eine Billion Euro für den Green Deal zur Verfügung zu stellen; für Sommer-Hemetsberger ist es zentral, dass die Investitionen an nachhaltige Projekte geknüpft sind. Auch da ist sie guter Dinge: „Die Unternehmen sind dabei, sie wollen Neues, Nachhaltiges.“