Corona-Chaos im Eurocity von Innsbruck nach Venedig

Wegen Überfüllung: Reisende mussten vom Zug, in dem strenge Abstandsregeln galten, in einen Bus wechseln, in dem sie eng beieinander sitzen mussten und sich nicht sicher fühlten.

Serie von Problemen in einem Eurocity, der von München über Innsbruck nach Venedig fuhr.
© Michael Kristen

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck, Verona – In Italien gelten in Corona-Zeiten für Zugfahrten andere, strengere Regeln als etwa in Österreich oder Deutschland. Jeder zweite Platz muss freigehalten werden. Eine Fahrt im Eurocity von München mit Reiseziel Venedig am Samstag vor einer Woche, bei der es reihenweise Pannen gab, zeigte deutlich die Problematik, die sich dadurch ergibt und offensichtlich nicht in Griff zu bekommen ist. Betroffen waren vor allem Reisende, die nach Verona wollten.

Es begann mit einer verspäteten Abfahrt von einer halben Stunde am Innsbrucker Hauptbahnhof. In dieser Zeit hatten einige Reisende schon bemerkt, dass bei ihrer Platzreservierung, für die sie je 3 Euro bezahlt hatten, einiges nicht stimmte. Denn über den entsprechenden Sesseln waren teils rote Zettel angebracht: „Dieser Sitzplatz ist in Italien gesperrt.“ Wer sich jetzt dachte, dass es sich wohl um ein Versehen handeln musste, wurde bald eines Besseren belehrt, denn der Schaffner meinte: „Dieses Problem haben wir jeden Tag.“ Die betroffenen Fahrgäste könnten sich in ein anderes Abteil setzen.

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