Kreml weist Verantwortung im Fall Nawalny zurück

Das russische Präsidialamt hat eine Verantwortung an der Vergiftung des Oppositionspolitikers Andrej Nawalny zurückgewiesen. Daher gebe es auch keine Grundlage für Sanktionen gegen Russland in diesem Fall, erklärte der Kreml in Moskau am Donnerstag. Kreml-Sprecher Dmitry Peskow warnte vor voreiligen Schlüssen. Peskow sagte weiter, dass der Fall niemandem Vorteile bringe.

„Ich glaube nicht, dass das für irgendjemanden nützlich ist - wenn man ganz nüchtern auf das Geschehene blickt.“ Es gebe keinen Anlass für eine Erklärung des Staatschefs, zudem seien auch keine Gespräche mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu geplant.

Nawalny ist seit einem Inlandsflug in Sibirien vor zwei Wochen im Koma. Dort war er sowohl zu Recherchen für seinen Anti-Korruptionsfonds als auch für die anstehenden Regionalwahlen unterwegs. Nach Erkenntnissen der Berliner Charite wurde er mit einem chemischen Nervenkampfstoff vergiftet. Die deutsche Bundesregierung forderte Russland deswegen auf, sich zu erklären. Zudem will sie mit der EU und der NATO über eine gemeinsame Antwort sprechen. Möglicherweise soll es neue Sanktionen gegen Russland geben.


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