Mazdas Baby erhält milde Beikost

Mazda hat seinen Kleinsten überarbeitet. Zwar hat sich am Gewand nur wenig geändert, dafür ist das einstige „Baby“ ganz schön groß geworden.

Von außen sieht man die Frischzellenkur des Mazda 2 wahrscheinlich erst auf den zweiten Blick, doch unter der Haube hat sich einiges getan.
© Lukas Letzner

Von Lukas Letzner

Innsbruck – Dass Mazda bei seinen Frischzellenkuren besonders behutsam ans Werk geht und vor allem das Blechkleid lediglich mit dem Skalpell bearbeitet, hat einen Grund. Immerhin erfreuen sich die Modelle des japanischen Herstellers immer größerer Beliebtheit und dabei will man es auch belassen. Der Name Mazda steht mittlerweile für solide Qualität und elegantes Design. Außerdem setzen die Ingenieure – wie andere Hersteller auch – auf eine Antriebstechnik, die nicht unbedingt dem Mainstream folgt. Und das kommt gut an. Dass man unserem kürzlich getesteten Mazda 2 seine Neuerungen nicht sofort ansah, verwundert daher wenig. Auf den zweiten Blick sieht der Kenner aber die modifizierten Leuchten, den überarbeiteten Grill und die neu geformten Schürzen. Trotz der unauffällig gesetzten Maßnahmen: Der Kleine sieht jetzt richtig erwachsen aus.

Das Highlight im Innenraum sind die überarbeiteten Polster, auf denen man sich sofort wohl fühlt. Ihre neue Geometrie ermöglicht eine angenehmere Sitzposition, die auch längere Strecken zum Vergnügen werden lässt. Auffällig ist auch, dass der Nippon-Zwerg deutlich leiser ist als bisher. Das ist der neuen Geräuschisolierung zu verdanken, die man dem kleinen Japaner spendiert hat. Sein Infotainment-System lässt sich mittels bekanntem Dreh-Drück-Schalter kinderleicht bedienen. Unterstützt wird man jetzt mittels CarPlay oder Android Auto.

Die wirkliche Neuerung des Mazda 2 sitzt allerdings unter der Motorhaube. Die Ingenieure haben dem Kleinen nämlich einen Mild-Hybrid eingepflanzt, der dem 90 PS starken Vierzylinder-Benziner beim Sparen hilft. Der elektrische Helfer unterstützt das Aggregat, indem er die umgewandelte Brems­energie speichert und beim Beschleunigen über einen Generator wieder ins System einspeist. Während der 14 Tage, die der Nippon-Flitzer bei uns war, genehmigte er sich im Schnitt 6,3 Liter (5,9 Liter Normverbrauch). Das System scheint also zu funktionieren.

Außerdem gefällt der Motor mit Drehfreude und ausreichend Kraft, um sich auch außerhalb der Stadt behaupten zu können. Vor allem in Kombination mit der direkten Lenkung, dem knackigen Sechs-Gang-Schaltgetriebe und dem ausgezeichneten Fahrwerk wird auch so manche­r Kurventanz zur wahren Freude.

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Zu haben ist der schicke Japaner ab 14.690 Euro (Life-Ausstattung). Wir haben die Takumi-Plus-Variante getestet, die ab 20.390 Euro zu haben ist und wirklich keine Wünsche offen lässt.

Die Technik

Motor: Vierzylinder Benziner

Hubraum: 1496 ccm

Drehmoment: 148 Nm bei 4000 U/min

Leistung: 66 kW/90 PS

L/B/H: 4065/1695/1495 mm

Gewicht: 1100/1536 kg

Kofferraumvolumen: 250 – 882 l

Tankinhalt: 44 l

Höchstgeschwindigkeit: 183 km/h

0 – 100 km/h: 9,8 Sekunden

Verbrauch: 6,3 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderradantrieb

Preis: 21.130 Euro

CO2-Emission: 120 g/km


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