Japan im Auge eines mächtigen Taifuns

Ein gewaltiger Taifun nimmt Kurs auf das südjapanische Urlaubsparadies Okinawa. Die Behörden warnten die Bewohner der Inselprovinz am Samstag, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Der Taifun „Haishen“, der 10. Wirbelsturm der Saison, droht, am Sonntag noch an Kraft zuzulegen und die Region mit Windgeschwindigkeiten nahe seinem Zentrum von bis zu mehr als 300 Kilometern in der Stunde zu überziehen.

Die Sturmböen könnten diesmal so stark sein, dass dadurch Häuser einstürzen könnten, warnten die Behörden. Der Taifun dürfte am Sonntag die Insel Amami-Oshima erreichen und dann weiter in Richtung der südwestjapanischen Hauptinsel Kyushu ziehen, hieß es weiter. Die Behörden warnten vor hohem Wellengang und möglichen Überflutungen.

Rettungskräfte setzten die Suche nach Überlebenden des Schiffsunglücks vor Japan wegen des herannahenden Taifuns aus. Der Einsatz werde bis zum Vorüberziehen von Taifun „Haishen“ eingestellt, sagte ein Sprecher der Küstenwache am Samstag.

Der Frachter „Gulf Livestock 1“ war am Mittwoch mit 43 Seeleuten und 6.000 Kühen an Bord während des Durchzugs von Taifun „Maysak“ etwa 185 Kilometer westlich der Insel Amami Oshima gesunken. Zwei Überlebende - beide philippinische Seeleute - konnten geborgen werden, Dutzende weitere Besatzungsmitglieder werden noch vermisst. Einer der Überlebenden berichtete, einer der Schiffsmotoren sei ausgefallen; dann sei das Schiff von einer mächtigen Welle zum Kentern gebracht worden und später vollständig gesunken.

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