Wiener SPÖ setzt auf des Bürgermeisters Hände

SPÖ-Wahlkampfmanagerin Barbara Nowak setzt plakativ Bürgermeister Michael Ludwig in Szene.
© APA

Wien – Am 11. Oktober wird sich zeigen, ob Wiens Bürgermeister Michael Ludwig bei seiner ersten Wahl als SPÖ-Spitzenkandidat bereits dieselbe Zugkraft besitzt wie sein Vorgänger Michael ­Häupl. Die Parteistrategen glauben jedenfalls daran. Plakativ setzen sie den Bürgermeister in Szene. Rund um die Sujets Gesundheit, Arbeit, Bildung und Wohnbau ist Ludwig zu sehen – wobei die Werbebotschaft immerzu klar ist: Alles sei bei ihm in besten Händen.

„Unsere Gesundheit in sicheren Händen“, „Unsere Arbeit in starken Händen“, „Unsere Bildung in kompetenten Händen“ und „Unser Wohnbau in sozialen Händen“ lauten die Slogans, die Landesparteisekretärin und Wahlkampfmanagerin Barbara Novak am Montag präsentierte. Die Bildmotive zielen allein auf Ludwig ab, der in jeweils passenden Settings – also in einem Krankenhaus, vor einer Werkstätte, in einer Schule und vor einer Baustelle – abgelichtet wurde.

In der Corona-Krise, die in den vergangenen Monaten so gut wie jeden Lebensbereich geprägt habe, sei eines klar geworden: „Unser Wien ist bei Bürgermeister Dr. Michael Ludwig in besten Händen“, sagte Novak. Er habe in Zeiten wie diesen eine „sehr ruhige, sachliche und geschickte Politik“ an den Tag gelegt, um die negativen Folgen der Pandemie für die Betroffenen abzumildern.

Das Virus hat auch Auswirkungen auf den Wahlkampf selbst. So verzichten die Sozialdemokraten dieses Mal auf Groß-Events. Statt eines pompösen Auftakts erfolgt der offizielle Startschuss für das Laufen um Stimmen nur im kleinen Rahmen – und zwar heute Mittag, in der kürzlich neu eröffneten „Libelle“ im Museumsquartier. Den Wahlkampf selbst will die SPÖ fair gestalten.

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In den aktuellen Umfragen wird die SPÖ mit einem Wähleranteil von knapp 40 Prozent ausgewiesen. 2015 erreichte die SPÖ 39,6 Prozent. Sie regiert seit 2010 gemeinsam mit den Grünen. (TT)


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