Verteilung von Schulstartpaketen angelaufen

Die Verteilung von Schulstartpaketen für einkommensschwache Familien ist in Österreich angelaufen. Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) machte sich am Dienstag ein Bild von der Aktion und besuchte einen Standort des Logistikpartner, des Roten Kreuzes in Wien-Floridsdorf. „Wir müssen alles tun, damit die Gesundheitskrise keine soziale Krise wird“, sagte er im Hinblick auf die Coronapandemie.

Das Schulstartpaket des Sozialministeriums wird seit 2015 aus Mitteln des Europäischen Hilfsfonds finanziert. Ziel ist es, diese Belastung am Anfang des Schuljahres auszugleichen, einkommensschwachen Haushalten zu helfen und gleichzeitig positiv zur Motivation der Kinder und Jugendlichen beizutragen. Wurden im Jahr 2015 noch rund 33.000 Schulstartpakete verteilt, hat sich diese Zahl bis im Jahr 2019 auf über 45.000 erhöht.

Infrage kommen Schülerinnen und Schüler, die in Haushalten mit Bezug von Mindestsicherung leben, unabhängig vom Alter und Schultyp (ausgenommen Berufsschülerinnen und Berufsschüler). Vom Roten Kreuz verteilt werden neun unterschiedliche Pakete mit Materialen, je nach Schulstufe. „Der Bildungszugang ist etwas Entscheidendes“, betonte Anschober. Nach wie vor gebe es auch in Österreich in Teilbereichen Kinderarmut.

Neben dem Sozialminister waren bei der Verteilung der Pakete in Wien-Floridsdorf auch Rotkreuz-Generalsekretär Michael Opriesnig und der Präsident des Wiener Roten Kreuzes, Reinhard Krepler, anwesend. Anschober betonte, dass die Aktion auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werde, sei sie doch auch teil des nationalen Aktionsplans gegen Armut.

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