Dolomitenmann in Lienz: Die sportlichen Leistungen stehen noch mehr im Fokus

Der 33. Red Bull Dolomitenmann findet mit hohem organisatorischem Mehraufwand in Lienz statt. Alle Zuschauerplätze sind bereits vergeben.

Die Organisatorenfamilie, im Bild Nina Karl-Grissmann, Sandra mit Enkelin Benina, Nikolaus und Werner Grissmann (v. l.), erwartet 100 Teams.
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz – Der 33. Red Bull Dolomitenmann, laut Beschreibung des Erfinders Werner Grissmann der härteste Teambewerb der Welt, findet am Samstag in Lienz statt. Es wird aufgrund der Corona-Sicherheitsauflagen erstmals weder Besucherrekorde an den beliebtesten Schauplätzen entlang der Strecke noch Side-Events geben.

„Wir koppeln den Bewerb von der Stadt ab und fokussieren uns noch mehr als bisher auf die sportlichen Leistungen“, erklärte Organisator Nikolaus Grissmann gestern in Lienz. Das habe zwei Gründe: „Wir hätten sonst Zuschauerobergrenzen einhalten und nachvollziehbar kontrollieren müssen. Eine völlige Sperre des Hauptplatzes hätte niemanden gefreut.“ Außerdem lasse sich das Gelände um das Dolomitenstadion und die Tennishallen einfacher in die erforderlichen Bereiche einteilen.

50 Seiten lang ist allein das Corona-Sicherheitskonzept, das erarbeitet werden musste. „Wir haben in Lienz größte Unterstützung der Behörde erfahren“, lobte Grissmann die Verantwortlichen. Für den Besuch der Veranstaltung im Dolomitenstadion, wo der Bewerb um 10 Uhr gestartet wird, die Übergabe der Paragleiter an die Radfahrer erfolgt und schließlich die „härtesten Sportler unter der Sonne“ zum Zieleinlauf erwartet werden, sind am Montag genau 577 Platzkarten ausgegeben worden. Innerhalb von 45 Minuten waren sämtliche Plätze vergeben. Alle Zuschauer, aber auch die rund 500 freiwilligen Helfer entlang der 80 Kilometer langen Strecke, werden in Listen geführt. Im Fall einer auftretenden Infektion soll sich dadurch die Risikogruppe feststellen lassen. „Darum sind die Platzkarten auch strikt an die jeweilige Person gebunden und auf keinen Fall übertragbar“, mahnt das Organisationsteam. Grundsätzlich sei die Durchführung von Events in der derzeitigen Situation mit hohem Aufwand verbunden. „Aber wie auch die Salzburger Festspiele gezeigt haben: Veranstaltungen sind möglich.“ Man appelliere an die Zuschauer an der Strecke, die vorgeschriebenen Abstandsregeln einzuhalten. Nur dank der Unterstützung der Sponsoren könne der Bewerb stattfinden.

„Das Rennen selbst verspricht sehr spannend zu werden“, meint Nikolaus Grissmann. Die teilnehmenden Teams kommen heuer hauptsächlich aus den europäischen Nachbarstaaten. Jene aus Amerika, Afrika und Australien durften nicht anreisen. „Auch die Profiteams konnten heuer zum Beispiel keine Berglauf-Ausnahmetalente aus afrikanischen Ländern für sich engagieren. Gleich acht oder neun Teams haben deshalb absolut gleichwertige Chancen auf den ersten Platz.“

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Auch die beliebten Zuschauer-Hotspots auf der Moosalm sollen heuer vom Publikum gemieden werden. Die Fahrt mit der Hochsteinbahn ist deshalb nicht wie sonst kostenlos. Auch Verpflegung gibt es dort keine.


Kommentieren


Schlagworte