„Soul Food Bike“ in Lienz: Die Geschäftsidee entstand im Stau

Auf ihrem „Soul Food Bike“ bereitet Jungunternehmerin Verena Steiner in Lienz seit vier Tagen über einem Gasherd vegane Wraps zu.

Immer gute Laune, frische Lebensmittel und ihr „Soul Food Bike“ braucht Verena Steiner für ihre neue Berufung.
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz – Auf einer Urlaubsfahrt hatte Verena Steiner aus Lienz eine Eingebung, als im Stau vor ihr ein Foodtruck stand. „Das ist etwas, das ich machen möchte.“ Steiner setzt auf ein Angebot, das es weitum so nicht geben dürfte. Auf ihrem „Soul Food Bike“, das sie in der Radstadt Lienz aus Überzeugung ohne Elektromotor fährt, bereitet die junge Mutter seit vier Tagen über einem Gasherd Wraps (gefüllte Fladenbrote) zu, die je nach Wunsch mit mexikanischer oder aktuell mediterraner Fülle zu genießen sind. Dazu kommt ein Schuss Joghurt.

„Schnelle und leckere Küche zum Mitnehmen“, möchte die frischgebackene Jungunternehmerin in Lienz von nun an ganzjährig anbieten. „Bei Nieselregen habe ich mein Mäntelchen an. Auch im Winter werde ich kochen, sobald die Straßen wieder geräumt sind. Ich ziehe das durch“, lächelt Steiner, die ihre Speisen von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 14 Uhr am unteren Hauptplatz frisch zubereitet.

Das Besondere: Alle Gerichte werden vegan, das heißt, ohne tierische Produkte, gekocht. Auch das Joghurt wird aus Soja hergestellt. „Für uns Veganer heißt es beim Essengehen immer: Und was essen wir?“, erklärt die Jungunternehmerin. Selbst habe sie erst im letzten Jahr auf vegane Ernährung umgestellt. „Mein Partner und mein Sohn essen weiterhin Fleisch vom befreundeten Dölsacher Bauern.“

Steiner ist begeisterte Extrem-Hindernisläuferin und nimmt regelmäßig an Spartan-Race-Wettkämpfen teil. Außerdem ist die Schwimmtrainerin bei der Wasserrettung. Vielen dürfte ihr Name bekannt sein, seit sie vor einigen Jahren in der Drau in Lienz zur Lebensretterin für einen jungen Mann wurde.

Für die Zubereitung der Füllungen ihrer Fladenbrote hat sich Steiner in die Kolpingküche eingemietet. „Damit sind auch die hygienischen Voraussetzungen gegeben.“ Das Angebot soll jahreszeitlich angepasst werden. „Bald werden die Kürbisse in meinem Garten reif. Auch Äpfel habe ich schon geschnitten und eingefroren. Im Winter biete ich Apfel-Zimt-Wraps an.“


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