Rochade für das Riesenschach in Innsbruck

Markus Wimmer von der Burghauptmannschaft (2. v. l.) und BM Georg Willi (r.), hier mit Martin Gatt (l.) und Hermann Stackler vom städtischen Bauhof, präsentierten den Standort für das neue Schachfeld.
© Domanig

Innsbruck – Innsbrucks aktiver Schachszene, die sich bis dato gerne um das prominent platzierte Riesenschach beiderseits des Musikpavillons im Hofgarten versammelt hat, steht ein ungewohnter Zug bevor – ein Umzug: Die beiden großen Schachfelder sowie die Schachtische im Hofgarten werden abgebaut – dafür entsteht im Englischen Garten, zwischen Congress und Emile-Béthouart-Steg, eine neue Anlage.

Die Hintergründe legte der stellvertretende Burghauptmann Markus Wimmer gestern dar. Es sei schon länger eine „Herzensangelegenheit“ gewesen, den historischen Musikpavillon zu renovieren – was in den vergangenen zwei Jahren nun um insgesamt ca. 360.000 Euro erfolgt ist. Dabei wurden Fassaden und Dächer saniert – und überraschenderweise „herausragende Fresken“ aus der Entstehungszeit des Pavillons (1733) entdeckt. Um diese zu schützen und die vermehrte Bespielung zu erleichtern, habe man den Pavillon auch mit Türen und Fenstern versehen. Da man künftig im und beim Bauwerk vermehrt konzertante Aufführungen (Schwerpunkt Klassik, Salonmusik, Jazz) plane und sich dies mit dem Schachspiel schwer kombinieren lasse, habe man beschlossen, „die zwei kulturellen Aktivitäten räumlich zu trennen“.

Willi zeigte sich erfreut, dass die Burghauptmannschaft den Englischen Garten als Ersatzstandort bereitstellt. Dort sei aus Gründen des Denkmalschutzes (der auch die Bäume umfasse) zwar nur ein großes Schachfeld – neben vier Schachtischen – möglich. Dafür sei der Standort rund um die Uhr zugänglich und unabhängig von den Öffnungszeiten des Hofgartens. Zudem erhoffe man sich eine Belebung des Parks. Um Geld zu sparen, habe man die Neuerrichtung dem städtischen Bauhof übertragen.

Die Eröffnung des sanierten Musikpavillons erfolgt nächste Woche im Beisein von Bundesministerin Margarete Schramböck. Der Abbau der alten Schachanlage ist erst geplant, wenn die neue fertig ist – was in rund zwei Wochen der Fall sein könnte. (md)

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