Familienbad in Ehrwald wird deutlich teurer

Thorsten Unseld ist neuer Geschäftsführer der Ehrwalder Erschließungsgesellschaft.

Das Ehrwalder Familienbad ist in die Jahre gekommen. An der Modernisierung der Freizeiteinrichtung am Fuß der Zugspitze wird gearbeitet.
© EEG

Von Simone Tschol

Ehrwald – Die Ehrwalder Erschließungsgesellschaft (EEG), zu je 50 Prozent in der Hand von Gemeinde und TVB, betreibt Kletter- und Tennishalle, Hallenbad, Zugspitzsaal, Spielplatz und Kunsteisbahn. Seit Montag gibt es dort einen neuen Mann an der Spitze: Thorsten Unseld aus Garmisch hat die Geschäftsführung übernommen. Dies ließ der Tourismusverband seine Mitglieder in einem Rundmail wissen.

Unseld war zuletzt beim Tourismusverband Garmisch-Partenkirchen tätig. Als kaufmännischer Leiter und kommissarischer Geschäftsführer leitete er ein Team mit fast 80 Mitarbeitern und war für die strategische Entwicklung und Vermarktung der Destination verantwortlich. Als leidenschaftlicher Bergsportler ist der 43-Jährige seit zehn Jahren regelmäßig Gast in der Zugspitz Arena und kennt die touristische Infrastruktur sehr gut. Einen tieferen Einblick erhielt er zudem durch die Vorstandsmitgliedschaft bei der Zugspitz Arena Bayern Tirol.

Und für Unseld, der sich gerade in der Einarbeitungsphase befindet, gibt es eine Menge zu tun. „Das Hallenbad ist sicher eines der großen Projekte“, bestätigt TVB-Geschäftsführerin Petra Fraune im Gespräch mit der TT. Schließlich soll das in die Jahre gekommene Ehrwalder Familienbad groß umgebaut werden. Die Vollversammlung des TVB Tiroler Zugspitz Arena wurde bereits im Dezember 2018 über das Vorhaben informiert, der Grundsatzbeschluss des Gemeinderates zu den geplanten Maßnahmen fiel im Februar 2019.

Seither ist es nach außen hin ruhig geworden. Was aber nicht heißen solle, dass das Projekt nicht weiterverfolgt wurde. Fraune: „Es ist seither einiges passiert. Es wurde versucht, weitere Partner mit ins Boot zu holen und das Projekt über die Machbarkeitsstudie neu aufgerollt.“ Auch in den Gremien sei das Projekt mehrfach besprochen worden. „Aber die Finanzierung steht noch nicht. Ich möchte jetzt nicht sagen, wie hoch die Investition wäre, aber es muss deutlich mehr Geld aufgebracht werden wie ursprünglich veranschlagt“, lässt Fraune wissen. 2019 war von 7,9 Millionen Euro die Rede.

Optimistisch gibt sich Bürgermeister Martin Hohenegg. Das Projekt sei „mitten in der Werdungsphase“. Es werde auf allen Kanälen gearbeitet. Dass das ursprünglich sportliche Ziel vom Umbau 2020 zeitlich nach hinten rückt, sei irrelevant. „Je mehr Partner wir dabei haben, umso besser. Inzwischen haben sich auch diverse Rahmenbedingungen geändert. Zudem war es in den letzten sechs Monaten Corona-bedingt äußerst schwierig, irgendwo Termine zu bekommen“, erklärt Hohenegg. Der anfängliche Plan einer kombinierten Sanierung mit Zu- und Anbauten sei nicht mehr aktuell. Bürgermeister Hohenegg: „Es geht schon eher in den Bereich Neubau-Umbau.“


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