Kornspeicher aus dem Wipptal übersiedelt nach Kramsach

Detailgetreu wird der Kornspeicher wieder aufgebaut.
© Grießenböck

Kramsach – Das Museum Tiroler Bauernhöfe wird um ein historisches Gebäude erweitert. Ein Kornspeicher aus dem Wipptal hat hier seine neue Heimat gefunden und wird derzeit detailgetreu im Gelände wiederaufgebaut. „Seit einem Jahr laufen die Gespräche und die Vorbereitungen dafür“, erzählt Thomas Bertagnolli, der wissenschaftliche Leiter des Museums.

Bei dem Objekt handelt es sich um einen denkmalgeschützten Getreidespeicher aus dem 17. Jahrhundert. Bis vor Kurzem stand dieser noch im Obernbergtal im Wipptal. „Es ist der älteste Kornspeicher aus diesem Gebiet“, so Bertagnolli. Das Gebäude wird thematisch passend neben dem Wipptaler-Hof, nahe dem Eingang des Museums, platziert.

Die so genannte „Translokation“, also die detailgetreue Übertragung des Gebäudes, ist eine Kunst für sich. Minutiös und strikt nach Plan wird der Kornkasten zunächst in seine Einzelteile zerlegt. Vier Tage haben die beiden Museumsmitarbeiter Manfred Mayr und Martin Werlberger allein für den Abbau gebraucht. „Jedes Brett, jeder Nagel muss nummeriert und beschriftet werden. Die Zusammensetzung im Stecksystem gleicht dann einem riesigen Puzzle“, erklärt Manfred Mayr. In weiterer Folge wird das Thema Getreide auf Schautafeln bei dem neuen Gebäude vermittelt.

Insgesamt stehen damit 14 Höfe und 24 Nebengebäude im Freilichtmuseum, das täglich bis 31. Oktober geöffnet hat. Informationen unter: www.museum-tb.at (TT)


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