Die Schwazer Adler haben Appetit auf den nächsten Riesen

Nach dem Auftaktsieg in Krems will Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Freitag (18.30/live laola1.tv) im ersten Heimspiel gegen Bregenz nachlegen.

Der „Hexer“ im Tor der Adler: Goalie-Neuzugang Aliaksei Kishov will auch im zweiten Saison-Pflichtspiel dem Gegner den Nerv ziehen.
© Jakob Gruber

Von Benjamin Kiechl

Schwaz – Es war ein starker erster Auftritt der Tiroler Adler. Nach dem sensationellen 24:19-Auftaktsieg in der spusu-Liga gegen UHK Krems, dem Meister und Cupsieger 2019, steigt die Lust auf den zweiten Saisonerfolg. Nach rund einem halben Jahr ohne Pflichtspiel präsentierte sich die verjüngte und auf einigen Positionen neu besetzte Truppe von Coach Frank Bergemann bereits gut eingespielt. Das soll am Freitag (18.30 Uhr/live laola1.tv) im ersten Saison-Heimspiel Rekordmeister Bregenz zu spüren bekommen.

„Die Westderbys waren zuletzt stets sehr enge Partien. Bregenz agiert aus einer kompakten Abwehr heraus, mit starken Torhütern dahinter. Das hat gegen Graz schon ganz gut funktioniert, so konnten sie immer wieder den schnellen Alexander Wassel am Flügel in Szene setzen, welcher es auf sieben Tore brachte. Das müssen wir unterbinden“, erläutert Bergemann, der beim 29:26-Auftaktsieg der Vorarlberger gegen HSG Graz spionierte. Schließlich hat der Lehrer aus Erlangen („Diese Woche startete die Schule mit Maske“) auch einen Wohnsitz im Ländle.

Der Schlüssel zum Erfolg gegen den Rekordmeister – der letzte Meistertitel liegt allerdings zehn Jahre zurück – soll erneut die Defensive sein. „Sie haben mit Frühstück, Esegovic und Juric-Grgic eine Super-Angriffsachse, wir brauchen eine Top-Leistung, um sie zu stoppen.“

Nach starken Paraden gegen Krems will Goalie-Rückkehrer Aliaksei Kishov auch diesmal über sich hinauswachsen. Der 33-jährige Weißrusse von Ska Minsk, der mit seinen Emotionen zur Hochform aufläuft, integrierte sich nahtlos ins Mannschaftsgefüge. Kein Wunder, spielte der Osteuropäer doch bereits von 2015 bis 2018 für drei Jahre in Tirol. Champions-League-Erfahrung (St. Petersburg) hat er zusätzlich.

Wermutstropfen beim Heimauftakt: Aufgrund der Corona-Auflagen sind nur 108 Zuschauer erlaubt, es gibt keine Tagestickets.


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