Adele Neuhauser im Interview: „Es war ein sehr bedrückendes Gefühl“

Im TT-Interview spricht Schauspielerin Adele Neuhauser (61) über Wehmut, aber auch über jetzige Freuden.

Adele Neuhauser radelt bei den finalen Folgen der Serie „Vier Frauen und ein Todesfall“ (hier „Untergriff“) wieder als Julie über die Bildschirme.
© ORF

Köln – Nach den Corona-bedingten kreativen Leerläufen geht es nun auch für Adele Neuhauser – auf den Bildschirmen – wieder los. Dieses und jenes musste nachgedreht werden, doch nun war sie zum 23. Mal als Partnerin von Harald Krassnitzer im „Tatort“ in der Folge „Pumpen“ zu sehen. Morgen, am 14. September, startet mit einer Doppelfolge die neunte und letzte Staffel der Serie „Vier Frauen und ein Todesfall“. Zudem drehte sie in Köln.

Frau Neuhauser, taucht Wehmut auf, weil die so erfolgreiche Serie „Vier Frauen“ ins Final­e geht?

Adele Neuhauser: Zunächst ist es Freude, die auftaucht. Nämlich darüber, dass eine begonnene Arbeit fertig gestellt werden konnte und nun sichtbar wird. Wehmut ist natürlich auch dabei, vor allem, weil wir wieder so außergewöhnliche Drehbücher hatten, die uns körperlich, geistig und seelisch voll forderten. Die so genannte „Äktsch­n“ reichte vom Wirbeln in eiskaltem Wasser bis zum Staubwühlen bei Ringkämpfen.

War der Grund für das endgültige Aus der Serie simpel die Tatsache, dass die Geschichte auserzählt scheint?

Neuhauser: Als wir mit der letzten Staffel begonnen haben, haben wir all­e gewusst: Es ist vorbei. Rein gefühlsmäßig kann ich mir aber vorstellen, dass früher oder später doch noch einmal die Lust auftaucht, etwas draufzusetzen. Und sei es auch nur eine einzige Story in Spielfilmlänge. Denn Geschichten, wie wir sie mit den „Vier Frauen“ erlebt haben, sieht man ja wirklich nicht alle Tage.

Weiter ging es mit dem „Tatort“ und Ihrer Rolle als Majorin Bibi Fellner. Beim „Tatort“ scheint das Geschichten­repertoire ja unerschöpflich?

Neuhauser: Das Publikum erlebte wieder einmal, wie vielschichtig die Storys sein können. Bei „Pumpen“ dachte man lange, es nur mit Drogendelikten zu tun zu haben, doch plötzlich öffnete sich, von Andreas Kopriv­a super inszeniert, eine ganz andere Ebene. In diesem Fall Sozialbetrug. Ein Thema, für das wir durch Corona ganz neu sensibilisiert wurden.

Bisher standen Sie 23-mal mit Harald Krassnitzer für einen „Tatort“ vor der Kamera. Führt eine solche Partnerschaft nicht fast zu familiären Bindungen?

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