Skoda: Erster RS als Plug-in unterwegs

Škoda gibt Gas, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Neben Benziner und Diesel gibt es nun auch Motorenvarianten mit Mild-Hybrid. Plug-in-Hybrid und Erdgasantrieb.

Mit mehreren neuen Motorvarianten rüstet Škoda den Octavia aus – auch mit zwei verschiedenen Plug-in-Hybridversionen.
© Skoda

Von Franz Farkas

Wien – Es geht nun Schlag und Schlag beim tschechischen VW-Ableger. Das Motorenprogramm für den neuen Oktavia wird fast drastisch aufgewertet. Am unteren Ende befindet sich der e-Tec – e-Tec steht für einen Mild-Hybrid. Das bedeutet, der Elektromotor unterstützt den Benzinmotor nur, er läuft in keinem Betriebszustand alleine. Das bringt neben dem reduzierten Kraftstoffverbrauch vor allem mehr Beschleunigung beim Überholen. Die e-Tec-Technologie ist beim Octavia für zwei Motorisierungen verfügbar, für den 1,0-TSI-Dreizylinder (110 PS) und den 1,5-TSI-Vierzylinder (150 PS). Die Škoda-Entwickler versprechen sich einen Verbrauchsvorteil von rund 0,4 Litern pro 100 Kilometer.

Technisch interessanter sind die beiden Plug-in-Varianten iV und RS iV. Beide können auch zusätzlich an der Steckdose aufgeladen werden und sollen bis zu 60 Kilometer rein elektrisch zurücklegen können, mit einer Höchstgeschwindigkeit bis zu 140 Km/h. Der iV bringt es zu einer Systemleistung von 204 PS, der sportliche Bruder auf 245 Pferde. Bei einer kurzen Probefahrt in das Burgenland erweist sich der iV als ein wahrer Gleiter, der im Hybrid-Modus vor allem in Ortschaften rein elektrisch fährt. Anders der RS iV. Bei ihm könnte man bei etwas forcierter Fahrweise glauben, in einem Mildhybriden zu sitzen. Der E-Motor wird faktisch kaum alleine eingesetzt, dafür verhilft er zu einer fulminanten Beschleunigung, die wirklich Spaß macht. Vor allem im Sport-Modus geht im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab, die in den technischen Daten angegebenen 7,3 Sekunden auf 100 km/h sind durchaus glaubhaft. Dazu gibt es eine angenehm direkte Lenkung und ein Sportfahrwerk, das auch auf längeren Strecken nicht unangenehm hart ist. 5,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer sind ein durchaus realer Wert. Optisch hebt sich der RS iV durch einen sportlichen Kühlergrill, der irgendwie auch an eine Münchner Firma erinnert, Air Curtains, Diffusor an der RS-spezifischen Frontschürze, Aeroflaps, Diffusor an der hinteren Schürze und Fensterrahmen in Schwarz ab. Dazu kommen ein heckseitiger Spoiler, 18-Zoll-Räder, Matrix-LED-Scheinwerfer und als besonderer Blickfang rot lackiert­e Bremssättel.

Bleibt zum Schluss noch die Erdgasvariante. Fahrtechnisch ist kein Unterschied zu „normalen“ Benzinmodellen. Durch die sauberere Verbrennung von Erdgas sinken die CO2-Emissionen gegenüber dem Benzinbetrieb um rund 25 Prozent, außerdem fallen deutlich weniger Stickoxide (NOx) und keine Rußpartikel an, erklärt man bei Škoda. 130 PS leistet der Vierzylinder im Octavia G-Tec, der mit einem 7-Gang-DSG-Getriebe kombiniert wird. Der G-Tec hat drei Gastanks mit einem Fassungsvermögen von 17,33 kg und einen Benzintank für neun Liter Sprit. Das bedeutet, man bleibt auch nicht liegen, wenn es keine Gastankstelle in Reichweite gibt. Die Gesamtreichweite liegt laut technischen Daten bei etwa 700 Kilometern.

Alle Varianten verfügen über eine Automatik und schon in den Basisversionen über eine reichhaltige Ausstattung mit Infotainmentsystem, Touchscreen und allen möglichen Assistenz­systemen. Die genaue­n Preise stehen noch nicht fest, aber es wird verlautet, dass der e-Tec ab etwa 30.000 Euro, der iV ab etwa 41.000 Eur­o, der RS iV ab etwa 48.000 Euro zu haben sein wird.


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