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Schulbeginn in Corona-Zeiten: „Man kann den Kindern schon vertrauen“

Infolge steigender Infektionszahlen herrscht Nervosität vor dem Schulstart. ÖGKJ-Präsidentin Daniela Karall ist dennoch zuversichtlich.

Viele Eltern wünschen sich für ihre Kinder, dass sie in der Schule wieder Normalität leben können.
© iStockphoto

Die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde hat gefordert, dass Schulschließungen nicht zum Automatismus werden. Jetzt steigen Corona-Infektionen wieder an. Wie sehen Sie den Schulstart?

Daniela Karall: Ich denke, dass wir aufgrund der aktuellen Berichte alle beunruhigt sind. Aber auch wenn, wie z. B. in Innsbruck, die Corona-Ampel derzeit auf Gelb ist, ändert sich de facto nicht viel. Es bedeutet im Wesentlichen nur, dass strengere Maßnahmen wie eine ausgeweitete Maskenpflicht gelten. Ich sehe dem Schulstart zuversichtlich entgegen. Die meisten Infektionen in Schulen sind nicht von Kindern, sondern von Lehrern und Betreuern ausgegangen. Das ist verständlich, weil im Frontalunterricht Lehrer laut in die Klasse sprechen und daher eine Quelle für eine Tröpfcheninfektion sind. Das ist keine Schuldzuweisung, sondern eine Information. Man sollte die erste Sitzreihe zwei Meter zurücksetzen, da Abstand das Infektionsrisiko senkt.

In Wien wurden bereits Pädagogen und Kinder positiv getestet.

Karall: Einzelne Infektionen erschrecken mich nicht. In Tirol gibt es rund 95.000 Schülerinnen und Schüler, in Wien deutlich mehr. Ich denke, dass es wichtig ist, Infektionsketten zu verfolgen. Es wird demnächst weitere Empfehlungen dafür geben, wie man in der Schule mit Symptomen umgeht und wann man testet. Infektiologen haben hier einen Algorithmus entwickelt, der helfen soll, besser von banalen Infektionen zu unterscheiden, die ja den Großteil ausmachen.

Wie können sich das Eltern vorstellen?

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