Unterberger setzt auf frische Oldtimer

Tiroler Autohändler baute neues Karosseriezentrum, das Platz hat für die Unterbringung von Jensen Classics.

Ein restaurierter Porsche 356, eingekreist von Fritz Unterberger junior, Dieter Unterberger, Josef Gruber, Helge Jensen und Gerald Unterberger (von links nach rechts).
© Markus Höscheler

Kufstein – Um Altes zu erhalten, ist Neues erforderlich: Wohl auch aus diesem Grund nahm die Unterberger-Gruppe rund 3,5 Millionen Euro in die Hand und investierte diesen Betrag am Standort Unterberger-Park in Kufstein-Süd, um ein neues Karosseriezentrum (Inntal) zu bauen, das eine Lackiererei und Spenglerei auf einer Fläche von 1900 Quadratmetern beinhaltet. Das allein wäre noch keine Besonderheit – aber diese kommt mit der Übersiedlung von Jensen Classics aus dem deutschen Grassau nach Kufstein. Das kleine Team rund um Helge Jensen ist international bekannt dafür, alte Fahrzeugwracks perfekt zu restaurieren. „Ich habe rund 40 Porsche 356 wieder neu aufgebaut“, sagt Jensen gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Er und seine Fachkräfte werden für ihre Dienste von reichen Unternehmern ebenso geschätzt wie von Stars. Dabei hatte Jensen ursprünglich anderes vor: „Ich habe schon an den Ruhestand gedacht.“ Doch Kitzbüheler Freunde hätten ihm das ausgeredet – und vor allem Fritz Unterberger (senior) habe ihm die Idee schmackhaft gemacht, sein Wirken am neuen Standort in Tirol fortzusetzen. Dass Jensen und seine Mitarbeiter (insgesamt sechs) dies nun in Kufstein machen, freut Dieter Unterberger sichtlich: „Es ist eine Kunstform, wie hier gearbeitet wird“, lobt der geschäftsführende Gesellschafter der Unterberger-Gruppe Jensen Classics.

Die möglichst originalgetreue Restauration von Oldtimern kann zwölf Monate und mehr dauern.
© Markus Höscheler

Sowohl Jensen als auch Gerald sowie Fritz Unterberger junior verweisen auf die Synergieeffekte, die sich am Standort Kufstein durch das neue Karosseriezentrum Inntal ergeben, denn hier greifen nicht nur die Oldtimer-Kenner auf die neue Infrastruktur zurück, sondern auch die anderen Mitarbeiter, die sich dem Tagesgeschäft mit „normalen“ Fahrzeugen aller Marken widmen – dank „Europas modernster Lackier- und Karosserieinstandsetzungsanlage“. Die Unterberger-Brüder und Josef Gruber, ein weiterer Geschäftsführer der Unternehmensgruppe, zeigen sich einerseits über den erhofften positiven Imagetransfer von Jensen Classics auf den Händlerbetrieb erfreut, andererseits erhoffen sie sich gute Geschäfte vom beginnenden Handel mit wertvollen Old­timern. (hösch)

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