Mit Idol Dedic will die WSG Tirol zweite Bundesliga-Saison mit „links“ nehmen

Vor dem morgigen Auftakt in Ried (14.30 Uhr/TT.com-Live-Ticker) muss WSG-Coach Thommy Silberberger noch ein paar (Personal-)Fragen beantworten.

Interessanter junger Mann – WSG-Neuerwerbung Zan Rogelj.
© gepa

Von Alex Gruber

Wattens – Mit Rechtsverteidiger Fabian Koch (muskuläre Probleme) und Offensiv-Juwel Tobias Anselm (Fieber, aber Corona-negativ getestet) fallen zwei Mann fix aus, zudem muss Silberberger noch einen der zur Verfügung stehenden sieben Legionäre (Ferdinand Oswald/GER, Bruno Soares/BRA, Thanos Petsos/GRE, Nikolai Baden Frederiksen/DEN, Kelvin Yeboah/ITA, Zan Rogelj und Zlatko Dedic/beid­e SLO) streichen, um in den finanziellen „Genuss“ des Österreicher-Topfs zu kommen. Klar, dass er sich dabei gestern noch nicht in die Karten blicken lassen wollte. Genauso wenig wollte „Silb­i“ den Koch-Vertreter schon beim Namen nennen.

Der slowenische U21-Teamspieler Zan Rogelj, der von Nationalteameinsätzen zurückgekehrt ist und somit noch kein einziges WSG-Testspiel in den Beinen hat, kann auf der rechten Außenbahn hinten wie weiter vorne spielen. „Lieber ist mir offensiv“, notiert der 20-Jährige, der zu Zlatko Dedic (35) aufblickt: „Als ich gerade zehn Jahre alt war, hat er bei der WM für Slowenien gespielt. Er war mein Idol“, adelt Rogelj seinen Landsmann und Teamkollegen, ehe er sich jetzt selbst in der österreichischen Bundesliga einen Namen machen will. Ob er schon in Runde eins mitwirken wird oder etwa Julia­n Gölles Koch ersetzt, ließ Silberberge­r offen.

Drei starke Linksfüße neu im Team

Die WSG hat sich ja gewaltig verjüngt und will die zweite Saison in der Bundesliga gewissermaßen auch mit links nehmen, denn bei zwei Abgängen (Adjei und Nitzlnader/Amateure) kamen mit Sechser Nemanja Celic („Ich sehe mich schon ein bisschen als Stratege“), Rückkehrer David Schnegg und Angreifer Nikolai Frederiksen drei starke Linksfüße dazu. Beim 20-jährigen Dänen wird übrigens sein zweiter Künstlername „Baden“ auf der Dress mit der Nummer neun stehen. Im Training flackert seine starke Schusstechnik auf. Einer wie Anselm ist beidbeinig.

„Wir können es ja nur besser machen als letzte Saison. Lassen wir uns überraschen“, sagt Silberberger, der weiß, dass es nach ungewöhnlicher Vorbereitung Zeit brauchen wird, um die Automatismen im neuen Jungbrunnen zu finden. Ob jung oder alt, Sportmanager Stefan Köck bringt es auf den Punkt: „Am Ende zählt Erfolg oder Misserfolg.“

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