Erstes Konzert in der Scala nach Corona-Zwangspause

Die Scala hat am Samstagabend ihren Neustart nach eine über sechsmonatigen Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie gefeiert. Scala-Musikdirektor Riccardo Chailly dirigierte Beethovens Neunte Symphonie. Dabei handelte es sich um das erste Konzert vor Zuhörern im Mailänder Theater nach Ende des Lockdowns.

670 statt 2.000 Besucher wie in der Zeit vor der Pandemie waren bei dem Konzert dabei, darunter Senatspräsidentin Maria Elisabetta Alberti Casellati, Expremier Mario Monti und der lombardische Präsident Attilio Fontana. Anwesend waren auch Ärzte und Krankenpfleger, die gegen Covid-19 im Einsatz waren. Ihnen wurde das Konzert gewidmet. Die Wiedereröffnung der Scala erfolgte im Einklang mit den Sicherheitsvorschriften für Künstler und Zuschauer, versicherte das Theater unter der Leitung des ehemaligen Direktors der Wiener Staatsoper, Dominique Meyer.

„Das Konzert soll dazu beitragen, den großen Schmerz zu lindern, den wir zusammen in diesen sechs Monaten erlebt haben“, sagte Chailly. Beethovens „Ode an die Freude“ sei ein eine Hymne an die Hoffnung, die für Italien in dieser Phase besonders wichtig sei.

Dreimal wird das Konzert wiederholt. Bei der Aufführung am kommenden Donnerstag werden der italienische Staatschef Sergio Mattarella und sein deutscher Amtskollege Frank-Walter Steinmeier zu den Zuschauern zählen. Am Sonntagabend ist ein Konzert des Scala-Orchesters auf dem Mailänder Domplatz geplant, das der Stadt Mailand gewidmet ist.

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