Wahllokale in Vorarlberg geschlossen

Die Vorarlberger Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2020 sind geschlagen. Wie bei allen Urnengängen im Ländle schlossen die letzten Wahllokale um 13.00 Uhr. Die Ergebnisse von 19 Kleingemeinden lagen zu Mittag vor, dabei handelte es sich überwiegend um Orte, in denen nur eine Liste bzw. ein oder kein Bürgermeisterkandidat antrat. Bis etwa 18.00 Uhr werden alle Resultate vorliegen.

In Lorüns im Bezirk Bludenz und in Übersaxen im Bezirk Feldkirch stellten sich jeweils zwei Listen zur Wahl. Dabei setzte sich in Lorüns die „Liste Lorüns“ mit einem Stimmenanteil von 61,68 Prozent gegen die „Liste Zemma für Lorüns“ (38,32 Prozent) durch. In Übersaxen behielt die „Dorfliste Übersaxen“ (73,10 Prozent) wie vor fünf Jahren deutlich die Oberhand über die FPÖ (26,90 Prozent).

Bis 13.00 Uhr waren zwei Bürgermeister direkt gewählt: Matthias Luger wurde in Stallehr (Bez. Bludenz) zum ersten Mal in seinem Amt bestätigt, in Lorüns folgte Andreas Battlogg („Liste Zemma für Lorüns“) Lothar Ladner nach, der nach 30 Jahren im Amt nicht mehr antrat.

Bei sonnigem und warmem Herbstwetter lag die Wahlbeteiligung in den kleinen Ortschaften zunächst meistens oberhalb der 70 Prozent-Marke. 2015 belief sich die Wahlbeteiligung bei den Vorarlberger Gemeindevertretungswahlen auf 58,56 Prozent nach 62,63 Prozent im Jahr 2010 und 64,92 Prozent im Jahr 2005.

Die Augen sind speziell auf die Stadt Bludenz gerichtet, wo ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP und SPÖ erwartet wird. Aktuell regieren in 90 der 96 Vorarlberger Ortschaften ÖVP-Politiker oder Vertreter von Namenslisten, die FPÖ hat in vier Gemeinden das Bürgermeisteramt inne, die SPÖ in zwei. Ein grünes Gemeindeoberhaupt gab es in Vorarlberg bisher nicht. In 65 der 96 Ortschaften werden die Bürgermeister direkt gewählt, 142 Kandidaten haben sich aufstellen lassen, darunter 22 Frauen.


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