Land und Gemeindeverband vergaben Preise für kooperative Gemeinden

Das Land Tirol prämierte Initiativen in Osttirol, im Stubai- und Alpbachtal mit dem „GEKO“ und belohnen damit die vorbildliche Zusammenarbeit über Ortsgrenzen hinaus.

Landesrat Johannes Tratter und GemNova-Geschäftsführer Alois Rathgeb gratulieren den GEKO-Gewinnern: Bürgermeister Josef Außerlechner (Kartitsch), Matthias Scherer (Obertilliach), Manfred Lanzinger (Untertilliach) und Johann Windbichler (Lesachtal, von links).
© Land Tirol/Gratl

Innsbruck – Der „GEKO“ steht für „Gemeindekooperation“ und ist ein Preis, der heuer zum vierten Mal vergeben wurde. Land und Tiroler Gemeindeverband mit Unterstützung der GemNova belohnen damit die vorbildliche Zusammenarbeit über Ortsgrenzen hinaus. „Tirol geht bei Gemeindekooperationen mit gutem Beispiel voran“, freute sich Landesrat Johannes Tratter bei der gestrigen Preisverleihung.

Über die Preisträger entschied eine Fachjury sowie ein Online-Voting, an dem sich rund 27.000 Personen beteiligten. Platz eins geht an das Projekt „Vier Gemeinden – Ein Lebensraum“. Die Osttiroler Gemeinden Kartitsch, Obertilliach und Untertilliach sowie die Kärntner Gemeinde Lesachtal haben sich dabei zusammengeschlossen. „Das Siegerprojekt ist ein Paradebeispiel dafür, was durch Kooperation – in diesem Fall sogar bundesländerübergreifend – möglich ist“, würdigt Tratter den Verdienst der Siegergemeinden. Christian Härting, Vizepräsident des Tiroler Gemeindeverbandes, ergänzt: „Eine gemeinsame Marke entwickeln, die Zusammenarbeit der Schulen und Kindergärten forcieren und Maßnahmen für eine verbesserte Mobilität umsetzen – das Siegerprojekt besticht vor allem durch seine Vielfältigkeit. Ziel dabei ist, einen gemeinsamen Lebensraum mit bestmöglichen Lebensbedingungen zu schaffen.“

"Gemeinsamen Weg auch künftig fortsetzen“

„Wir freuen uns über die Anerkennung und werden unseren gemeinsamen Weg auch künftig fortsetzen“, so die Bürgermeister der erfolgreichen Gemeinden, Josef Außerlechner (Kartitsch), Matthias Scherer (Obertilliach), Manfred Lanzinger (Untertilliach) und Johann Windbichler (Lesachtal).

An zweiter Stelle rangiert das Projekt „Stubai United“. Fulpmes, Mieders, Neustift, Schönberg und Telfes begannen 2017 unter dem Motto „Stubai – unser Weg in die Zukunft!“, einen Regionalentwicklungsprozess für das Stubaital zu planen. Zahlreiche Maßnahmen wie etwa der gemeinsame Fußballverein FC Stubai sowie eine Mitfahrbörse zur Reduzierung des Pendlerverkehrs wurden bereits umgesetzt.

Die Klima- und Energiemodellregion Alpbach kam auf Platz drei. Alpbach, Brixlegg, Kramsach und Reith im Alpbachtal haben sich Anfang 2019 zur Klima- und Energiemodellregion Alpbachtal zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Zu 100 Prozent saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie aus der Region. Einige Vorzeigeprojekte – beispielsweise das E-Car-Sharing-Angebot „floMOBIL“ – wurden bereits realisiert.

Das Siegerprojekt erhält eine Prämie in der Höhe von 8000 Euro. Auf die zweit- und drittplatzierten Projekte warten 4000 Euro bzw. 3000 Euro Preisgeld. (TT)


Kommentieren


Schlagworte