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Pressen, was das Obst hält, weil alles voll im Saft steht

Der Andrang auf die heimischen Obstpress-Betriebe ist aufgrund des überdurchschnittlichen Erntejahres hoch. Die ehrenamtlichen Helfer haben alle Hände voll zu tun. Wer keinen Mist will, muss schon beim Ernten sauber arbeiten.

Leo Guggenberger, Hubert Luttersberger und sein Enkel Adrian liefern 600 kg Äpfel bei der Obstpresse in Angerberg an.
© Vanessa Rachlé

Von Susann Frank

Den ersten drei Schritten in den eher kleinen Raum folgen umgehend wieder drei Schritte hinaus. Die Kehrtwende ist die Reaktion auf einen sehr hohen, unangenehmen Ton, welchen die darin stehende große Obstpress-Anlage von sich gibt. „An das Geräusch gewöhnt man sich“, sagt Andrea Malzer. Die Obfrau des Obst- und Gartenbauvereins Angerberg ist mit den Tönen der arbeitenden Maschine vertraut, schließlich legt sie einmal die Woche selbst Hand an bei der schweren Arbeit.

„Dieses Jahr gibt es aufgrund einer überdurchschnittlichen Ernte wieder sehr viel zu tun“, sagt die 26-Jährige. Sie hebt eine Kiste voller Äpfel auf und schüttet sie ins Vorbecken. Dort wird das Obst gewaschen und weiter zum Häckseln transportiert.

„Von da kommen sie in die Bandpresse, die den Saft herauspresst“, erklärt die Obfrau. Von einem Zwischenbehälter läuft dieser in die nagelneue Zentrifuge, um dort Schwebeteilchen zu entfernen. „Sie hat 60.000 Euro gekostet, aber durch sie gibt es weniger Ablagerungen im Saft. Sie ist es auch, die den hohen Ton verbreitet“, führt Malzer aus.

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