Erhöhung der Telekom-Dividende empört Arbeitnehmervertreter

Die Hauptversammlung beschloss die Erhöhung auf 153 Millionen Euro. Die Arbeitnehmervertreter kritisierten den Schritt massiv.

Es herrscht Sorge um das Eigenkapital der A1 Telekom. (Archivbild)
© Reuters

Wien – Ein handfester Streit zwischen Unternehmen und Betriebsrat hat sich bei der teilstaatlichen, börsennotierten Telekom Austria entwickelt, nachdem die Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende je Aktie von 21 auf 23 Cent bzw. insgesamt um 9,5 Prozent auf 153 Millionen Euro beschloss. Die Arbeitnehmervertreter kritisierten den Schritt massiv, ein Firmensprecher wies diese Kritik für das Unternehmen als „in keiner Weise nachvollziehbar“ zurück.

Laut A1-Telekom-Holding-Betriebsrat Alexander Sollak werde durch die erhöhte Dividendenausschüttung das Eigenkapital deutlich geschmälert, und dem Unternehmen würden wichtige Finanzmittel entzogen. Gleichzeitig würden Stellen abgebaut. Das ließ das Unternehmen nicht auf sich sitzen. So sei der Free Cash Flow (exklusiv Frequenzen) 2019 um 8,2 Prozent gestiegen, die Dividende wurde entlang der geltenden Dividendenpolitik nun in einem ähnlichen Ausmaß angehoben. Firmen der A1 Telekom Austria Group in Österreich hätten auch keine Staatshilfen wie etwa Kurzarbeit beantragt. (APA)

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