Betreuung am Nachmittag läuft langsam an

Mit Schulbeginn startete auch die Nachmittagsbetreuung für die Region Sillian. Zurzeit ist das Haus noch leer, doch die Organisatorin setzt auf Geduld.

Die Volksschule Tessenberg wurde im Juli 2020 wegen Kindermangels geschlossen. Nun dient das Gebäude der Nachmittagsbetreuung.
© Oblasser

Von Catharina Oblasser

Heinfels – Das Interesse ist da, doch noch gibt es keine verbindlichen Anmeldungen zur Nachmittagsbetreuung für Pflichtschulkinder. Dabei wäre eigentlich alles bereit: Die einstige Volksschule in Tessenberg (Gemeinde Heinfels), die mit Juli 2020 aufgelöst wurde, ist adaptiert. Auch das Personal wäre verfügbar. Jetzt heißt es ein wenig Geduld haben, meint Sabine Bodner, Leiterin des Osttiroler Kinderbetreuungszentrums (OKZ).

„Die Eltern müssen sich erst auf die Schulzeit einstellen“, meint Bodner. Dann würden auch die Anmeldungen kommen, ist sie sicher. Genauso war es nämlich im Defereggental, als dort die Kinderbetreuung für die drei Deferegger Gemeinden startete. „Es hat zwei oder drei Monate gedauert, bis alles in Schwung gekommen ist“, erinnert sich die OKZ-Leiterin. „Heuer, im dritten Betreuungsjahr, haben wir 15 bis 20 Kinder in unserer Obhut.“ Dort ist die Betreuungseinrichtung ebenfalls in einer ehemaligen Volksschule untergebracht, nämlich in der alten VS Feld der Gemeinde St. Veit.

Ebenso wie im Defereggental ist die Nachmittagsbetreuung in Tessenberg gemeindeübergreifend. Das heißt, dass Familien aus allen zehn Gemeinden des Planungsverbandes Sillian und Umgebung ihre Sprösslinge zur Nachmittagsbetreuung anmelden können. In der Praxis ist das jedoch noch nicht so leicht möglich. Grund ist die große Entfernung zwischen der alten Tessenberger Schule und manchen Gemeinden, wie etwa Untertilliach oder Innervillgraten.

Doch Bodner ist zuversichtlich, dass sich das Transportproblem lösen lässt, vielleicht auch so wie im Defereggental. Dort hat das OKZ ein eigenes Auto, mit dem Kinder nach Schulschluss abgeholt werden. Die Kosten haben Sponsoren und die beteiligten Gemeinden übernommen.

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Das Angebot in Tessenberg umfasst Betreuungszeiten bis 18.30 Uhr, kostet 2,50 Euro pro Stunde und bietet ein Mittagessen um 5 Euro. Zusätzlich können Kinder während der Schulferien in der neuen Einrichtung betreut werden. Das sei oft der Anstoß für Eltern, Sohn oder Tochter auch für die ganzjährige Nachmittagsbetreuung anzumelden. „Die Familien lernen unser Angebot in den Ferien kennen und sehen, dass es gut funktioniert“, schildert Sabine Bodner.

Neu ist in Tessenberg die Zusammenarbeit mit einem nahe gelegenen Bauernhof. Dort sollen die Kinder nach den Hausaufgaben ins Landleben hineinschnuppern.


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