Mehr als 20 ertrunkene Migranten vor Libyen befürchtet

Nach einem Bootsunglück vor der Küste Libyens befürchten die Vereinten Nationen, dass mehr als 20 Migranten ertrunken sind. Zwei Leichen seien aus dem Mittelmeer geborgen worden, hieß es bei der Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf. 22 Menschen werden noch vermisst, nachdem ein Schlauchboot gekentert ist. Bei den meisten Opfern soll es sich um Ägypter handeln.

Das Schlauchboot war demnach eines von drei, die am Sonntag in der libyschen Stadt Zawia abgelegt hatten. An Bord seien ägyptische und marokkanische Migranten gewesen. Die libysche Küstenwache habe am Montag 45 Menschen in die Hauptstadt Tripolis zurückgebracht. Der IOM zufolge sind in diesem Jahr auf der zentralen Route über das Mittelmeer nach Südeuropa rund 400 Migranten ums Leben gekommen.

In Libyen herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Bürgerkrieg und Chaos. Der nordafrikanische Staat hat sich seitdem zum zentralen Transitland für Migranten auf dem Weg nach Europa entwickelt.

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